Harburg
„Nördlich Göhlenbach“

Umwelt- und Planungsausschuss tagt im Rathaus

Norbert Fraederich (CDU, v.l.) Karsten Freidling (FDP) und Jens Schnügger (Vorsitzender FDP-Kreisverband LK Harburg) zeigen die neuste Planung, wie das Gebiet bebaut werden soll

Norbert Fraederich (CDU, v.l.) Karsten Freidling (FDP) und Jens Schnügger (Vorsitzender FDP-Kreisverband LK Harburg) zeigen die neuste Planung, wie das Gebiet bebaut werden soll

Foto: Susanne Rahlf / HA

Bei der Diskussion über den B-Plan „Nördlich Göhlenbach“ sehen CDU- und FDP-Politiker Chancen für einen Treff für Jung und Alt.

Hittfeld.  Spannend wird es am kommenden Dienstag bei der Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses im Hittfelder Rathaus. Auf der Tagesordnung steht unter anderem die Beratung über den Bebauungsplan Hittfeld 41 „Nördlich Göhlenbach“. Dabei geht es um eine Fläche zwischen der Straße am Göhlenbach und dem Peperdieksberg entlang der Hittfelder Landstraße. Am kommenden Dienstagabend soll es um Planungsinhalte und die mögliche Umsetzung der Bebauung gehen.

Einzel- und Doppelhäuser im Norden, Mehrfamilienhäuser im Süden

So wie es sich die Gemeindeverwaltung vorstellt, gibt es, grob betrachtet, eine Zweiteilung des Gebietes. Der nördliche Teil soll vorwiegend mit der Einzel- und Doppelhäusern bebaut werden, der südliche Teil ist der Bebauung mit Mehrfamilienhäusern vorbehalten. Dazu hat das Büro Mehring aus Lüneburg eine städteplanerischen Entwurf erstellt. Neben den eigentlichen Bauflächen beinhaltet der Plan einen Grünzug parallel zur Straße „Am Göhlenbach“, die Anbindung des Schulzentrums am Peperdieksberg durch einen Fuß-und Radweg, Grün- und Spielflächen um das künftige Baugebiet und Ergänzungen des vorhandenen Waldbestandes im Norden.

Daneben ist ein Regenrückhaltebecken in Höhe Meyermannsweg vorgesehen. In der Ausschusssitzungsollen nun weitere Aspekte besprochen werden, die für die Planung wichtig werden könnten. Dazu stellten am Dienstag Vertreter der Ortsfraktionen der CDU und FDP einen Katalog an Punkten vor, die der Hittfelder Ortsbürgermeister Norbert Fraederich gemeinsam mit Friedrich Becker (CDU) sowie Karsten Friedling und Jens Schnügger (beide FDP) vorstellte.

Diskussion am Ausschussabend

Dabei wünschen sich die Gemeindepolitiker eine Anpassung der Grundstücke an die schon vorhandene Bebauung, was hieße, dass Grundstücke für Einfamilienhäuser nicht kleiner als 450 Quadratmeter, die für Doppelhäuser ab 600 Quadratmeter groß sein sollten. Bezüglich der Bebauung im künftigen „Mehrfamilienhausgebiet“ (südlicher Teil) soll am Ausschussabend diskutiert werden, welche Nutzergruppen (Eigentumswohnungen und/oder Mietshäuser) später angesprochen werden sollen.

Hierzu fordert der Katalog der CDU/FDP eine Festlegung auf Senioren- und Mehrgenerationenhäuser in Kombination mit Wohnangeboten für junge Menschen, Alleinstehende und junge Familien. „Zu meiner ersten Seniorenausfahrt habe ich vor 23 Jahren 760 Senioren in Hittfeld angesprochen, im letzten Jahr waren es 2400. In dieser Zeit hat sich die Zahl der Menschen über 65 bei uns verdreifacht“, stellte Norbert Fraederich klar. Um der Überalterung des Ortes entgegen zu wirken, sei es also unerlässlich, gerade für junge Familien Wohnangebote zu schaffen: „wir wollen damit eine vielfältige Einwohnerstruktur hinbekommen“, sagt der Hittfelder Ortsvorsteher.

Bau eines dörflichen Begegnungszentrums

Ganz wichtig ist den beiden Parteien der Bau eines dörflichen Begegnungszentrums, das ebenfalls im südlichen Teil entstehen könnte. „Seit 25 Jahren kämpfen wir dafür, so ein Bau ist für absolut notwendig“, so Fraederich. Bisher gibt es nur im Gemeindehaus einen Treffpunkt, der allerdings nicht barrierefrei ist, ein zweiter im Feuerwehrgerätehaus, in dem sich die Senioren bisher treffen, wird geschlossen: „Wir haben dann definitiv keinen Treffpunkt für Ältere hier“, sagt Fraederich. Such die Burg Seevetal käme nicht als regelmäßig geöffneter Treffpunkt infrage: „Das ist ein Wirtschaftsbetrieb und nicht darauf ausgerichtet, ein Bürgerbegegnungszentrum zu sein“, stellte Fraederich fest

Eine Frage der Finanzierung

Vom Schachklub bis zum Sozialverband, von der Mutter-Kind-Gruppe bis zum Jugendtreff – all die Menschen die nicht in einem Verein organisiert sind, könnten in dem neuen Bürgertreff ein neues Zuhause finden und die Vielfalt der Angebote in Hittfeld erhalten. Jung und Alt könnten sich hier begegnen, Fraederich stellt sich die Umsetzung in ähnlicher Weise vor, wie die des Dorfhauses in Maschen.

Das wirft natürlich die Frage der Finanzierung auf – für die CDU/FDP ein lösbares Problem. „Das könnte aus dem Topf kommen, der gefüllt wird durch den Verkauf der gemeindeeigenen Flächen. Wir hätten hier die einmalige Chance Dorfeigentum zu verkaufen und einen Teil des Geldes wieder in das Dorf zu investieren. Ich halte es für selbstverständlich das ein Teil der Verkaufssumme hier bleibt, so dass alle Hittfelder einen Mehrwert haben.“ Er verwies dabei auf eine ähnliche Vorgehensweise in Fleestedt, wo die Gemeinde mit dem Geld aus dem Verkauf des Sportplatzgeländes den Bau des Sportzentrums finanzieren würde.

Neubau für die Ortsfeuerwehr

Weiterhin geht es in der Sitzung um ein neues Feuerwehrgerätehaus. Das Gebäude an der Bahnhofstraße ist überaltert, zu klein und nicht zukunftsfähig. Ein Neubau für die Ortsfeuerwehr müsste auch eine Kleiderkammer der Gemeindefeuerwehr sowie Büroräume für den Gemeindebrandmeister und die Jugendfeuerwehr fassen und deshalb an anderer Stelle gebaut werden.

Als Standorte im Gespräch sind zwei direkt am Göhlenbach und einer auf einer Fläche am Meyermannsweg. Die Hittfelder CDU/FDP Ortsfraktion spricht sich für diesen Standort aus.

Der Umwelt- und Planungsausschuss tagt am Dienstag, 9. Juni, um 17 Uhr, im Sitzungssaal 1 in Hittfelder Rathaus. Die aktuellen Planungsentwürfe können im Internet eingesehen werden auf der Seite www.seevetal.de/kommunalpolitik/sitzungskalender