Harburg
Buchholz

Ausschuss will Mühlentunnel aus Kostengründen zuschütten lassen

Buchholz. Das Ende des einspurigen Tunnels am Seppensener Mühlenweg ist beschlossene Sache. Mit den fünf Stimmen von CDU, UWG und Grünen gegen vier Enthaltungen von SPD und FDP hat der Ausschuss für Stadtplanung am Mittwochabend beschlossen, den Tunnel zuzuschütten.

Hintergrund dafür sind die Kosten, die bei einer anderen Entscheidung entstanden wären. So müsste die Stadt nach dem Bau des geplanten neuen Tunnels der Bahn 1,8 Millionen Euro für den Unterhalt zahlen. Wenn dagegen der alte Tunnel nicht erhalten würde, entfielen für die Bahn Instandhaltungskosten von 911.000 Euro. Diese Summe kann die Stadt von den 1,8 Millionen Euro abziehen. Zudem würde bei einer Sanierung des Tunnels der Querschnitt verkleinert, so dass die vorgeschriebene Breite unterschritten würde. Allein für die Sanierung des Bauwerks rechnet die Stadt mit Kosten von bis zu einer Million Euro.

Dem alten Tunnel bleibt aber noch eine Gnadenfrist. Denn der Neue wird nicht vor 2020 fertig. „Wenn das Eisenbahnbundesamt unsere Planungen bis Mitte 2016 genehmigt, könnte die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr bis Ende Februar 2017 über Zuschüsse entscheiden“, so Stadtsprecher Heinrich Helms. Baubeginn könnte im Sommer 2017 sein. Die Bauzeit beträgt dann noch dreieinhalb Jahre.