Harburg
Verkehr

Dringlichkeitsantrag zum Dauerthema Stader Straße

Laut Antrag sei das Tempo-30-Schild auf dem Weg von Süderelbe in Richtung Harburg schlecht platziert

Laut Antrag sei das Tempo-30-Schild auf dem Weg von Süderelbe in Richtung Harburg schlecht platziert

Foto: dpa Picture-Alliance / Marcus Führer / picture-alliance / dpa

Die Stader Straße ist in einigen Abschnitten zur Tempo-30-Zone erklärt. Laut Antrag der Neuen Liberalen sei ein Schild zu sehr verdeckt.

Harburg. Für ein besonderes Highlight der an skurrilen Wortgefechten wahrlich nicht armen Debatte in der jüngsten Bezirksversammlung sorgten die Neuen Liberalen mit einem Dringlichkeitsantrag zum aktuellen Dauerthema Stader Straße. Weil sie seit Jahren zunehmend vor sich hin bröselt, ist sie bekanntlich unlängst in einigen Abschnitten zur Tempo-30-Zone erklärt worden. Nach Ansicht der Neuen Liberalen werde auf diesen Umstand aber nicht deutlich genug hingewiesen.

„Auf dem Weg von Süderelbe in Richtung Harburg ist das Tempo-30-Schild schlecht platziert“, heißt es in besagtem Antrag. Es sei an einem Lichtmast befestigt, der sich unmittelbar hinter der S-Bahn-Überführung befinde und im Vorbeifahren erst sehr spät, wenn überhaupt, gesehen werden könne. „Zudem verdeckt ein Ast das Schild und teilweise behindern parkende Lkw die Sicht“, haben die Antragstellerinnen Isabel Wiest und Barbara Lewy beobachtet und aufgeschrieben.

Umgehend zweifelte CDU-Fraktionschef Ralf-Dieter Fischer lautstark jedwede Dringlichkeit an. Das Thema sei schließlich längst hinreichend diskutiert und kommentiert worden und erste Reaktionen seitens der verantwortlichen Behörde gebe es auch.

Noch deutlicher wurde anschließend sein Vize Uwe Schneider, der sich zu einer energischen Replik sogar ans Rednerpult bemühte. Es sei doch wirklich erstaunlich, dass die Neuen Liberalen die Zeit fänden, aus solchen Anlässen Anträge zu formulieren und ihnen dann auch noch den Stempel der Dringlichkeit aufzudrücken. Wenn die aus ihrer Sicht aber tatsächlich gegeben sei, hätte man das Problem mit einem Anruf beim Bezirksamt doch gleich lösen können. „Das wäre sicher schneller gegangen“, so Schneider.

Eine gewagte These angesichts der Tatsache, dass das hiesige Bezirksamt für ein rasches, unbürokratisches Anpacken von Problemen nicht wirklich bekannt ist. Dennoch wollen Ohrenzeugen der Debatte von der Dezernentenbank tatsächlich den Satz vernommen haben: „Wir schicken da morgen jemanden mit der Säge hin.“