Harburg
Museumstag

Eine Brücke zur Gegenwart geschlagen

Gesine Klaus erklärt die Welt der Werkstoffe in der Steinzeit

Gesine Klaus erklärt die Welt der Werkstoffe in der Steinzeit

Foto: Bianca Wilkens

Besucher ließen sich am Museumstag durch das Archäologische Museum führen und lernten dabei auch etwas über „Müll“ aus der Steinzeit.

Harburg. Das diesjährige Motto des Internationalen Museumstags „Museum. Gesellschaft. Zukunft“ bot sich für das Archäologische Museum in Harburg in diesem Jahr für eine Beteiligung regelrecht an. Denn an diesem Tag sollte deutlich hervorgehoben werden, dass Museen nicht einfach nur rückwärts gewandt arbeiten.

Die Dauerausstellung „Entdecken - Erleben - Verstehen: Eine archäologische Erlebniswelt für die ganze Familie“ im Museum beschäftigt sich ohnehin mit der gesellschaftlichen Entwicklung – mit den Fragen, woher wir kommen und wohin wir uns entwickeln.

Keine eingestaubten Vitrinen, sondern Geschichten

Also eine gute Gelegenheit für Museumspädagogin Yvonne Krause, den Besuchern die Entwicklung der Gesellschaft nahe zu bringen, und zu zeigen, dass das Archäologische Museum sich dabei nicht an eingestaubten Vitrinen bedient, sondern Geschichten erzählt. Das nahmen viele Besucher gerne an und nutzten das auf den internationalen Museumstag abgestimmte Programm. Familie Werber kam dafür extra aus Plön angereist und nahm an der Führung „Zeitfenster“ teil.

Die kostenlose Tour schlug eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Denn die archäologische Ausstellung gliedert sich thematisch und erläutert, wie sich die Gesellschaft seit der Steinzeit entwickelt hat, welche Rolle dabei Klima, Landschaft und Rohstoffe spielten und welchen Einfluss Erfindungen, Religion und Mobilität hatten.

Müll aus der Steinzeit ist Fundfrube für Archäologen

Die Besucher erfuhren, welche Bedeutung Stein als ältestes Werkzeug der Menschheit hatte, dass der Müll aus der Steinzeit, der in Gräben und Gewässern entsorgt wurde, eine wahre Fundgrube für Archäologen ist und welche Rückschlüsse man künftig auf die heutige Lebensweise ziehen kann. „Von uns wird man in jedem Fall viel Kunststoff finden“, sagte Gesine Claus, die durch das Museum führte.

Yvonne Kraus war zufrieden. „Wir merken, dass die Besucher gezielt zum Internationalen Museumstag zu uns kommen“, sagte sie. Neben dem Archäologischen Museum nahmen auch das Freilichtmuseum am Kiekeberg und das Mühlenmuseum in Moisburg am Internationalen Museumstag teil.