Harburg
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Wie der Krieg in Hamburgs Süden kam

Die Elbinsel Wilhelmsburg liegt in Trümmern. Das Luftbild der US Airforce stammt vom 5. Juni 1945. Die Amerikaner haben die Wirkung ihrer Bombenangriffe dokumentiert

Die Elbinsel Wilhelmsburg liegt in Trümmern. Das Luftbild der US Airforce stammt vom 5. Juni 1945. Die Amerikaner haben die Wirkung ihrer Bombenangriffe dokumentiert

Foto: US Airforce

Fotos zeigen den Zweiten Weltkrieg in Harburg, Wilhelmsburg und im Landkreis Harburg. Ein Bild vom 5. Juni 1945 zeigt die Elbinsel in Trümmern.

Im Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg in Europa. Er gilt als der zerstörerischste Konflikt in der Geschichte der Menschheitsgeschichte. Mehr als 50 Millionen Menschen waren tot – bei Bombenangriffen umgekommen, als Soldaten gefallen, in Lagern ermordet, auf der Flucht an Hunger und Kälte gestorben.

Mit einer Fotoseite erinnern wir daran, wie der Krieg in Hamburgs Süden und den Landkreis Harburg kam. Die Bilder mit verheerenden Zerstörungen scheinen wie aus einer anderen Welt – dabei haben sich die Szenen erst vor 70 Jahren bei uns abgespielt.

Fotos von durch Bomben zerstörten Häusern und militärischen Anlagen sind keine Selbstverständlichkeit. Nicht nur, weil damals noch keine Fotohandys existierten. Derartige Aufnahmen seien verboten gewesen, wie Zeitzeugen dem Mitarbeiter der Geschichtswerkstatt Harburg, Klaus Barnick, mehrfach berichtet haben.

Insbesondere Kriegsfotos aus dem Landkreis Harburg seien rar. Einige beeindruckende Aufnahmen verdanken wir dem Kreisarchivar Martin Kleinfeld, der Fotos von dem Imperial War Museum London besorgte, die den Vormarsch der Briten auf Hamburg und die Befreiung unserer Region vom Nationalsozialismus dokumentieren.

Vielen ist heute nicht mehr bekannt, dass es britischen Bombern bereits 1940 gelang, norddeutsche Städte zu erreichen. Den ersten Angriff auf Hamburg flogen die Briten in der Nacht vom 17. auf den 18. Mai 1940. Das Angriffsziel war Harburg. Damals betrachteten Schaulustige Bombentreffer offenbar noch als unterhaltsames Ereignis – wie ein Foto aus dem Harburger Zentrum von W. Peper zeigt.

Wir bedanken uns für Fotos und Mitarbeit bei Klaus Barnick (Geschichtswerkstatt Harburg), Dr. Martin Kleinfeld (Kreisarchivar Landkreis Harburg), Melanie Leonhard (Stadtmuseum Harburg) und Margret Markert (Geschichtswerkstatt Wilhelmsburg)