Harburg
Kommentar

Speckgürtel allein genügt nicht

Für den Kreis Harburg ist der Ausbau der Ausbildungsplätze ein weiterer, notwendiger Puzzlestein für eine Wachstumsregion.

Mit den unterschiedlichen Schulformen und den Betreuungsangeboten in Krippen, Kindergärten und Horten sind und werden derzeit Voraussetzungen dafür geschaffen, dass der Süden Hamburgs als Wohnort weiter aufgewertet wird. Aber es muss eben auch genügend Arbeit vor Ort geben. Zwar wird sich die Region niemals ohne ihr Zentrum Hamburg autark entwickeln können. Aber sie wäre auch nicht gut beraten, sich allein darauf zu verlassen, dass die Hansestadt auf Dauer gute Arbeitsplätze bietet, die Menschen aber im Grünen wohnen und dort ihre Einkommenssteuern entrichten wollen.

Auch ein Speckgürtel braucht ein Konzept. Dazu gehört eine qualifizierte Ausbildung, die die jungen Menschen an die Firmen bindet. Die Grundlagen dafür sind gegeben. Schließlich haben sich im Kreis international aufgestellte Unternehmen, erfolgreiche Händler und Handwerker sowie technikorientierte Newcomer angesiedelt. Aber auch Mittelständler und alle, die bisher noch nicht an eine Ausbildung gedacht haben, sollten sich damit befassen. In der Region gibt es genug junge Menschen, die lernen wollen. Sichere Arbeitsplätze und ausreichend Lehrstellen bei Firmen, die sich mit ihrem Standort verbunden fühlen, sind zielführend für eine Region, die das Image als Speckgürtel Hamburgs künftig ablegen will.