Radverkehr

Harburg kommt ans Netz: Das Stadtrad rollt 2015 in den Süden

Verkehrssenator Frank Horch hat die Fortschritte bei der Umsetzung der Radverkehrsstrategie erläutert. Dabei ging es auch um 40 neue Stadtrad-Stationen. Davon sollen bis zu zwölf Stationen auch in Harburg entstehen.

Harburg Hamburgs Verkehrssenator Frank Horch hat am Dienstag die Fortschritte bei der Umsetzung der Radverkehrsstrategie erläutert. Dabei ging es auch um gut 40 neue Stadtrad-Stationen für 2015. Davon sollen bis zu zwölf Stationen auch in Harburg entstehen. Lars Pochnicht, Radverkehrsexperte der SPD-Fraktion: „Die meisten Menschen in unserer Stadt unterstützen die Förderung des Radverkehrs. Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Der Radverkehr ist beim SPD-Senat in guten Händen.“

Allerdings: Vier Jahre lang hatte der Bezirk Harburg auch bereits darum gekämpft, in das Stadtrad-System aufgenommen zu werden. Bisher wurde dies mmer abgelehnt: Die Kosten seien zu hoch.

Laut Senat hatte die Fachbehörde im Juli die DB Rent GmbH mit der dritten Ausbaustufe des Stadtrad-Systems beauftragt. Die Erweiterung beinhaltet die Anschaffung von weiteren 500 Stadträdern. „Hierbei sollen insbesondere die Stadtteile Harburg, Bahrenfeld und Barmbek-Nord einbezogen sowie eine Verdichtung in Teilen des vorhandenen Bedienungsgebietes vorgenommen werden“, hieß es damals. Nach einer internen Untersuchung hatte der Bezirk angeregt, mindestens 13 Stationen in Harburg zu installieren, damit das Netz Sinn mache (wir berichteten).

Das Rad werde für immer mehr Menschen ein Verkehrsmittel für den Alltag, so Pochnicht weiter: „Das unterstützen wir mit Großprojekten wie zum Beispiel dem neuen Radweg am Hamburger Großmarkt, vor allem aber mit zahllosen kleinen und schnell umsetzbaren Maßnahmen – etwa mit dem Bau von Radfahrstreifen oder besseren Führungen an Kreuzungen.“

Pochnicht betont: „Eine Verbesserung unserer Verkehrsinfrastruktur erreichen wir mit guten Angeboten, nicht mit Verboten und Bevormundung. Wer heute mit dem Rad fährt, nimmt morgen vielleicht die Bahn und an einem anderen Tag das Auto. Wir wollen niemandem die Wahl des Verkehrsmittels vorschreiben, wir wollen eine gute Mobilität für alle.“ (HA)