Harburg
Kommentar

Schwerer Stand auf dem Sand

Große, ambitionierte Pläne für den Harburger Wochenmarkt gibt es seit vielen Jahren.

Zwei wissenschaftliche Gutachten wurden verfasst, im Rathaus gab es zwischenzeitlich gleich drei Projekte zum Thema. Dennoch sind die sichtbaren Veränderungen überschaubar geblieben.

Auf der Habenseite können die modifizierte Ständestruktur, die Kurzparkerzone und der Imbissbereich verbucht werden. Dennoch lässt der große Durchbruch weiter auf sich warten. Die neue Markttoilette und moderne Unterflurcontainer hatte der zuständige Baudezernent Jörg Heinrich Penner Anfang 2012 fürs selbe Jahr avisiert. Umgesetzt wurde weder das eine, noch das andere.

Dabei misst das Bezirksamt der Entwicklung des traditionsreichen Wochenmarktes nach eigenem Bekunden „große Bedeutung“ bei. Doch der entsprechende Nachdruck bei der Umsetzung von Maßnahmen ist kaum zu spüren.

Sicher, als großer Hemmschuh erweist sich die „Bolero-Zeile“ am westlichen Sand. Nach wie vor schwelt der Rechtsstreit zwischen dem Bezirksamt und dem ehemaligen Pächter. Und ob der Investor für den Neubau nun bald mit dem Abriss des maroden Komplexes und einem attraktiven Neubau beginnen kann, steht noch immer nicht fest.

So bleibt nur zu hoffen, dass für die beliebte Restaurant-Bar „Bolero“ möglichst bald eine akzeptable Übergangslösung gefunden wird. Offenbar kann nur so der gordische Knoten zerschlagen werden, der den großen Wurf behindert. Damit es nicht ewig heißt: Schwerer Stand auf dem Sand.