Harburg
Kommentar

Krankenpflege hat Zukunft

Über Krankenschwestern gibt es wahrlich ausreichend Klischees.

Dafür haben schon diverse Fernsehserien gesorgt. Doch es gibt zweifellos gute Gründe, sich für den Beruf zu entscheiden. Mit dem Abschluss ist eine junge Frau oder ein junger Mann in der Lage, sich für die unterschiedlichen Bereiche und Stationen in den Krankenhäusern zu spezialisieren. Auch ein Wechsel ins Ausland ist möglich oder eine Weiterbildung, die zu Spezialkenntnissen, Beförderung und damit zu einem höheren Einkommen führt. Gesucht sind Fachleute in Gesundheitsbereich allemal. Das lässt sich schon aus der demografischen Entwicklung ableiten. Nicht nur die deutsche Gesellschaft wird immer älter und braucht zusätzliche Pflege.

Wie sich die Branche künftig entwickelt und ob es genügend Interesse für ihre Berufe gibt, wird davon abhängen, ob und wie sich die Gesundheit künftig finanzieren lässt. Wird die Pflege anerkannt und entsprechend bezahlt oder müssen Pfleger in Hektik arbeiten und fürchten, dass ihr Einkommen nicht reicht für die Familie? Werden die Krankenhäuser immer größer oder bleibt Platz für ein Haus wie in Salzhausen, wo sich die Teams seit langem kennen und eingespielt sind? Das sind Fragen, die immer drängender werden und die Politiker, Lobbyisten und Verbände beantworten müssen. Wie human eine Gesellschaft ist, lässt sich am Umgang mit den Schwächsten ablesen. Zu ihnen gehören kranke und alte Menschen.