Harburg
Tanzvergnügen

Harburg ist bereit für den weltweit ersten Discomove

Am kommenden Wochenende darf in Harburg getanzt werden, bis der Arzt kommt. Aber gegen das Saturday-Night-Fieber dürfte es – wie schon in der Discozeit vor 30 bis 40 Jahren – auch heute noch keine geeignete Pille geben

Harburg. Mit „Stayin’ Alive“ und „Night Fever“ der Bee Gees schwappte die Disco-Welle Ende der 1970er-Jahre ihrem Höhepunkt entgegen. Und auch in den 1980er-Jahren ging es auf den Tanzflächen der Discotheken zu Titeln wie „Hands up“ von Ottawan oder „Disco Stomp“ von Bohannon noch reichlich heiß her. All die vielen inzwischen lange nicht gehörten Titel kommen jetzt wieder zu Ohren, beim – laut Veranstalter – weltweit ersten Discomove, der am Wochenende, Freitag und Sonnabend, 16. und 17. Mai, im Harburger Binnenhafen gefeiert wird. Die Veranstalter rechnen mit mehr als 10.000 Besuchern, und hoffen dabei natürlich auf trockenes und möglichst auch sonniges Wetter.

Bereits am Freitagabend geht’s los mit einem Warmup im Disco-Zelt auf dem Gelände von Segel-Raap am Kanalplatz. Und am Sonnabend geht es dann rund mit dem Umzug der Disco-Trucks durch den Binnenhafen. Das Team vom Restaurant „Bolero“, dem Online-Infodienst „Besser im Blick“ und „KaiserWerbung“ dekoriert seinen technisch mit zwei Etagen voll ausgerüsteten Lkw ab Freitag. „Unsere rollende Disco hat noch ein paar Plätze frei“, sagt Andreas Kaiser. Wer auf dem Truck mitfahren möchte, sollte sich am Sonnabend ab 13 Uhr am Kanalplatz bei den Teams melden. Die Mitfahrt kostet inklusive Getränke ab 49 Euro.

Insgesamt werden elf Disco-Trucks ihre Runden drehen. Mit dabei auch ein weiteres Fahrzeug mit Harburger Team-Besetzung. Alexander Schmidt, erster Vorsitzender der Schlagerfreunde Winsen und Mitglied der Schützengilde Harburg, hat den von der Hamburger Veranstaltungsfirma pb Konzept organisierten Discomove zum Anlass genommen, die Schützen zur Teilnahme zu motivieren. Auch der Marmstorfer Schützenverein ist beteiligt. Zum Einsatz kommt der Lastwagen der Schlagerfreunde Winsen, der bereits zum 15. Mal am Hamburger Schlagermove teilgenommen hat. Beim Discomove wird auf dem Fahrzeug zu lesen sein „Vogelschießen goes Disco“. Dabei gibt es Hinweise auf die festlichen Jahreshöhepunkte der Schützengilde auf dem Schwarzenberg und in Marmstorf. Auch auf dem Truck der Schützen sind noch ein paar Plätze frei. Schmidt: „Am Kanalplatz kann gegen Teilnahmegebühr zugestiegen werden.“ Dabei wird das Paar mit dem spektakulärsten Outfit gesucht. Und mit etwas Glück gibt es dann die Fahrkarte und die spätere Eintrittskarte zum Discozelt umsonst.

Das Discozelt mit seiner Gastronomie öffnet bereits am Freitag um 16 Uhr. Ab 18 Uhr gibt ein Afterwork-Zusammenkommen. Um 19 Uhr folgt die offizielle Eröffnung durch Bezirksamtsleiter Thomas Völsch. Von 20 bis 24 Uhr ist D.I.S.C.O. angesagt. Der Eröffnungsabend kostet keinen Eintritt.

Am Sonnabend, 17. Mai, werden die Straßen im Binnenhafen ab 12 Uhr für den Durchgangsverkehr gesperrt. Um 15 Uhr ist Start des Musiktruck-Discomoves am Kanalplatz. Die 1,5 Kilometer lange Strecke führt über Blohmstraße, Seehafenbrücke, Karnapp, Schellerdamm, Veritaskai zum Kanalplatz. Eine Runde dauert etwa eine Stunde. Drei Runden sind vorgesehen. Im Discozelt, in dem gut 2000 Gäste Platz finden, beginnt das sogenannte Aftermove-Programm um 17.30 Uhr. Ende soll am nächsten Morgen um 2 Uhr sein. Die Partyband Palin wird spielen. Als Sänger und Top-Star aus der Discozeit wird Jim Ferguson angekündigt, der früher unter anderem mit Hot Chocolate und Les Humphries auftrat. Der NDR ist mit seinem Hamburger Radiosender 90.3 und dem N3 TV-Regionalteil Hamburg Journal mit von der Partie. In Rundfunk und Fernsehen wird live von der Veranstaltung berichtet. Zudem macht der NDR Disco-Programm in seinem Tower auf dem Kanalplatz mit DJ Michael Wittig.

Auch der Harburger Turnerbund (HTB) zählt zu den Aktiven des ersten Discomoves. HTB-Geschäftsführer Torsten Schlage kündigt die Teilnahme der HTB-Cheerleader an. Und der Spielmannszug der Harburger Turnerschaft wird zu Discoklängen die erste Runde mitmarschieren, allen voran, vor den Trucks. Veranstalter Bernd Langmaak legt Wert auf die Feststellung, dass der Discomove nicht in Konkurrenz sondern in Ergänzung zum Schlagermove in Erscheinung tritt. Langmaak: „Der Discomove soll alle Tanzfreudigen ansprechen, insbesondere die Generation, die sich in den 70er- und 80er Jahren in den Discos vergnügte. Wir denken an It startet with a kiss und Love is in the Air.“

Für die Zeit der Straßensperrungen im Binnenhafen fahren die Busse über Ausweichstrecken. Autofahrer müssen über Buxtehuder Straße und Hannoversche Straße ausweichen. Infos und Anmeldungen sind im Internet unter www.discomove.de zu finden.