Kommentar

Der Pferdesport allein ist zu wenig

Die Vielseitigkeitsreiterei ist ein Sport, der im Landkreis Harburg viele Freunde hat. Und mit Recht kann Luhmühlen darauf stolz sein, dass die Turniere europaweites Interesse finden.

Das allein genügt aber nicht als Strategie für die Zukunft. Denn die vom Land und den beiden Landkreisen bereitgestellten Mittel in Millionenhöhe sind eben nur gut angelegt, wenn sie am Standort zu einem rentablen Betrieb führen und dazu noch eine Wirkung auf die gesamte Region entfalten. Genau an dieser Herausforderung wird derzeit im Ausbildungszentrum Luhmühlen gearbeitet.

Der Kurs mag dabei auf den ersten Blick weg vom Pferdesport führen. Aber was spricht dagegen, moderne Gebäude mit ihrer Infrastruktur für kulturelle Veranstaltungen oder Messen zu nutzen? Noch dazu, wenn sie in einer intakten Natur liegen, die den Teilnehmern Urlaubsstimmung vermittelt? Geschäftsführer Roland Wörner hat sich für diese Strategie entschieden. Ein richtiger Schritt, nicht nur weil er so von öffentlichen Zuschüssen unabhängig werden kann. Vor allem verschafft er dem Standort neue Möglichkeiten.

Ist das Konzept erfolgreich, wird Luhmühlen künftig nicht nur für Reiter ein markanter Punkt auf der Landkarte sein. Dabei wird gerade der Sport davon profitieren, wenn immer mehr Menschen zu Konzerten, Open-Air-Veranstaltungen oder Firmen-Events kommen. Wörner steuert nicht weg vom Pferdesport, sondern hilft ihm fester in den Sattel.