Kommentar

Ein Krankenhaus in höchster Not

Für das Krankenhaus Salzhausen geht es jetzt um Alles. Die kleine Klinik braucht einen neuen Geldgeber, ein Zukunftskonzept, das zieht und politische Unterstützung.

Mindestens in der Art, dass Land oder Kreis einem Übernahmeinteressenten Rückendeckung geben. Möglich wäre dies über eine Bürgschaft oder ein Darlehen, das eine Entscheidung pro Salzhausen erleichtern würde.

Die Genossen selbst tun sich keinen Gefallen, wenn sie erneut Geld in das Haus stecken. Allein sind sie wohl kaum in der Lage, sechsstellige Beträge auszugleichen. Vielmehr müssen sie möglichen Geldgebern einräumen, als Investoren auch über die Strategie des Hauses entscheiden zu können. Dazu ist eine Genossenschaft nicht geeignet, in der alle 1300 Mitglieder mit bestimmen. Soll das Krankenhaus überleben, muss diese Rechtsform umgewandelt und auf neue Gegebenheiten abgestimmt werden.

Vor allem aber sind Interessenten jetzt in der Pflicht, ihr Interesse anzumelden. Schon deshalb, weil die Beschäftigten es sich nicht lange leisten können, auf einen Bezahlung zu verzichten. Orientieren sie sich zu neuen Arbeitgebern, löst sich die Krise auf ganz eigene Art. Ohne Belegschaft gibt es auch kein Krankenhaus mehr.