Kommentar

Auf jeden Fall erhalten

Hittfeld - ach ja, "Der 100-Jährige". So hieß es jahrzehntelang.

Über einige Jahre vielleicht noch ergänzt durch die Spielbank am Krohwinkel hat die Gaststätte der Familie Steinwehe die überregionale Bekanntheit des Orts doch erst begründet. Alles vorbei.

Schon deshalb muss alles getan werden, um das markante Gebäude am Ortseingang nicht nur zu erhalten, sondern auch weiter mit Leben zu füllen. Dabei dürfen die Besitzer nicht allein gelassen werden. Sind es doch nicht zuletzt die Auflagen der Denkmalschutzbehörden, die den finanziellen Aufwand zum Erhalt des "100-Jährigen" in Höhen treiben, die mit dem Betrieb der Gaststätte offensichtlich nicht mehr zu bewältigen sind. Es wäre daher sicherlich gut für Hittfeld, wenn die Gemeinde Seevetal Familie Steinwehe beim Erhalt des Anwesens entgegenkommen würde - und wenn es nur um die Erstellung eines gemeinsamen Konzepts für die zukünftige Nutzung des Gebäudeensembles geht.

Eine neue Gaststätte wird es an diesem Standort ohnehin sehr schwer haben. Wer heute ein Restaurant besucht, möchte in der Nähe parken können und will auch nicht unmittelbar an einer viel befahrenen Durchgangstraße auf der Terrasse sitzen. All dies ist beim "100-Jährigen" schwierig umzusetzen und - bei aller Sympathie - ohne jede Erfolgsgarantie. Denn Alternativen hat Hittfelds Gastro-Szene inzwischen wahrlich zu bieten.