Kommentar

Jetzt kommt es auf die Resonanz an

Das Buchholzer Leihfahrrad-System ist ein "zartes Pflänzchen". Das betont Bürgermeister Wilfried Geiger zu Recht, denn vier E-Bikes und zehn weitere Räder, die auf Abruf bereitstehen, sind noch lange kein funktionierendes, flächendeckendes Leihsystem. Vom großen Bruder StadtRAD in Hamburg sind die Buchholzer Pläne meilenweit entfernt. Dennoch ist das Projekt ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Und das Beispiel Harburg zeigt, dass 14 Räder für den Anfang allemal besser sind als gar keins. Nur wenn man einfach mal anfängt, kann man wissen, ob eine Sache läuft oder nicht.

Der einzige Aspekt, mit dem das ganze Vorhaben steht und fällt, ist die Resonanz der Buchholzer Bürger und Touristen. Nur wenn sie die Räder leihen, leihen und nochmals leihen, wird das System weiter ausgebaut werden - einem großflächigen E-Bike-Netz, das eines Tages sogar Ortsteile wie Holm-Seppensen mit der Kernstadt verbinden könnte, stünde dann nichts mehr im Wege.

Die Rahmenbedingungen stimmen zumindest. Mit 15 Euro pro Tag sind die Räder in Buchholz günstig. Bei StadtRAD müssen Kunden zwar nur zwölf Euro pro Tag bezahlen, aber dafür haben sie auch nur konventionelle Räder und keine E-Bikes zur Verfügung. Die wiederum haben den Vorteil, dass leichte Hügel in und um Buchholz auch für ältere Radfahrer bezwingbar sind. Es spricht also nichts dagegen, dass die Buchholzer City-Bikes ein Erfolg werden. Die Ausleih-Zahlen müssen es jetzt beweisen.