Schule Schnuckendrift

Wo sich Spiel und Lernen ergänzen

Eine tolle Bescherung: Die Grundschule Schnuckendrift gewinnt bei dem bundesweiten Wettbewerb Spiele im Wert von 20.000 Euro.

Neuwiedenthal. Für Nicole und Diane, beide acht Jahre alt, und für die anderen Jungen und Mädchen, die die Grundschule Schnuckendrift besuchen, gab es schon wenige Tage vor Wehnachten eine tolle Bescherung: Die Schule hat Spiele im Wert von 20 000 Euro gewonnen und kann sich ein großes Spielzimmer einrichten.

"Wir hatten uns am bundesweit ausgeschriebenen Wettbewerb 'Spielen macht Schule' des Vereins 'Mehr Zeit für Kinder' und des 'Transfer Zentrum für Neurowissenschaften und Lernen' beteiligt", sagt Schulleiter Peter Böckstiegel. Lehrerin Rena Ehlers und ihre Kollegen hatten ein Konzept ausgearbeitet. Darin betonen sie, dass Spielen und Lernen keine Gegensätze sind. Damit haben sie die Jury überzeugt.

Und so trafen in den vergangenen Wochen große Pakete mit der Spiele-Ausstattung an der Schnuckendrift ein. Mit dabei sind unter anderem Gesellschaftsspiel-Klassiker wie "Mensch ärgere dich nicht" und "Tipp kick", Handpuppen, ein Kaufmannsladen und Playmobil-Stationen sowie Lego. "Gute Spiele sind eine wichtige Ergänzung des schulischen Bildungsangebots. Sie fördern Kreativität und Teamgeist", sagt Rena Ehlers. Je nach Art des Spiels würden bestimmte Fähigkeiten unterschiedlich stark trainiert werden - Sprache, Aufmerksamkeit, Bewegungssicherheit und Geschicklichkeit sowie Geduld. Und die Spielevielfalt dient auch der Entspannung nach dem Büffeln, denn 2013 wird die Grundschule eine Ganztagsschule sein. Bevor Rena Ehlers den Spielereigen orderte, wollte sie herausfinden, welche Spiele denn zu den Favoriten der Kinder gehören. Das Ergebnis ist überraschend.

"Auf Platz eins steht mit Mensch ärgere dich nicht ein Klassiker", sagt die Lehrerin. Deswegen steht eine XXL-Version des Spiels auf einem der tische bereit, mit Spielsteinen und Würfel, bereit zum Start. Das lassen sich zwei Schüler nicht entgehen. "Zwei" sagt ein Steppke nach den Würfeln und schiebt seine gelbe Figur über das Brett.

Das Spielzimmer soll nicht nur während der den Unterrichtsstunden am Vormittag und in den Pausen zur Verfügung stehen, sondern auch an Spielnachmittagen und für Projekte. Außerdem geplant sind mobile Ausleihkisten. Nicole, Diane und weitere Schüler dürfen die Spielevielfalt schon mal ausprobieren - und vergessen prompt, dass sie eigentlich Unterricht haben. "Das Spielezimmer ist toll", sagt Diane und inspiziert mit Nicole den Kaufmannsladen.