CDU und WG arbeiten weiter zusammen

Jürgen Böhme (CDU) will wieder Bürgermeister in Hollenstedt werden

Hollenstedt. Knapp zwei Wochen vor der konstituierenden Sitzung des Hollenstedter Gemeinderates stehen die Koalitionen. "Wir werden die gute und erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Wählergemeinschaft in Hollenstedt fortführen und eine sachorientierte Politik für Hollenstedt machen", sagt der Noch-Bürgermeister der Gemeinde, Jürgen Böhme (CDU). Er wolle am 14. November, wenn sich der Rat konstituiere, wieder als Bürgermeister der Gemeinde kandidieren. Heiner Albers von der Wählergemeinschaft habe, so Böhme, im letzten Gespräch mit der CDU auf seine Kandidatur verzichtet.

In den letzten Wochen hatte es hinter den Kulissen zwischen Wählergemeinschaft und CDU einige Irritationen gegeben, weil Albers, der jetzt auch für die Wählergemeinschaft im Kreistag sitzt und dort den Fraktionsvorsitz inne hat, selbst Bürgermeister in Hollenstedt werden wollte. Bei den Sondierungsgesprächen sei es auch darum gegangen, so ein Insider, dass die Wählergemeinschaft sich eine Gruppenbildung mit der CDU mit der Unerstützung "für Heiner Albers haben bezahlen lassen wollen". Die CDU (sechs Sitze) wollte es nicht auf einen neuen Rat mit offenen Mehrheiten ankommen lassen. Die SPD (zwei Sitze) und die Grünen (drei Sitze) hätten dann in einzelnen Themen die Möglichkeit gehabt, die Wählergemeinschaft mit ihren vier Sitzen auf ihre Seite zu ziehen.

Ein Risiko, dass einige CDU-Ratsmitglieder eingegangen wären, um sich nicht von der Wählergemeinschaft unter Druck setzen zu lassen. Mit dem Verzicht auf seine Kandidatur muss Albers dann doch in letzter Minute den Druck aus der Situation genommen haben. "Jürgen Böhme hat ausgezeichnete Arbeit als Bürgermeister geleistet, und ich sehe keinen Grund, ihn nicht wieder bei seiner Kandidatur zu unterstützen", sagte ein CDU-Mitglied im Hollenstedter Gemeinderat.

Grüne und SPD im Rat hätten nach eigenem Bekunden kein Problem mit einer künftigen Ratsarbeit mit offenen Mehrheiten gehabt. Aber CDU-intern wollte man den weniger steinigen Weg gehen.