Harburg
Kindernachrichten

Zur Strafe hinter Gittern

Bestimmt habt ihr es schon gehört: Jörg Kachelmann, der prominente Wetterexperte, sitzt wegen des Verdachts der Vergewaltigung in Untersuchungshaft. Ein Gefängnis gehört zu den unangenehmsten Orten, die man sich vorstellen kann.

Die Menschen sind eingesperrt. An den Fenstern sind Gitter, damit die Insassen nicht fliehen können. Wer Monate oder Jahre im Gefängnis bleiben muss, hat vorher etwas Schlimmes angestellt. Früher wurden Menschen gequält oder getötet, wenn sie wegen eines Verbrechens verurteilt wurden. Heute besteht in Deutschland die Strafe darin, ihnen die Freiheit zu nehmen und sie einzusperren.

Ein Gericht entscheidet über die Dauer der Haftstrafe. Meistens müssen die Häftlinge Tag und Nacht in der Zelle bleiben. Doch es gibt auch den offenen Vollzug. Das bedeutet, dass die Häftlinge tagsüber zur Arbeit gehen, am Abend jedoch ins Gefängnis zurückkehren müssen. Wer lange im Gefängnis "gesessen" hat, darf vor dem Ende seiner Strafe regelmäßig für kurze Zeit die Haftanstalt verlassen, um sich auf das Leben in der Freiheit vorzubereiten und sich zum Bespiel einen neuen Job zu suchen. Viele Menschen sprechen von einem "Knast", "Kittchen" oder "Bau", wenn sie Gefängnis meinen.