Hanne Darboven bleibt unvergessen

Foto: Jochen Gipp

Bezirk Harburg ehrt seine weltbekannte Künstlerin mit Straßennamen im Neubaugebiet

Harburg. "Wir benennen unsere Straßen nach Menschen, die uns wichtig sind", sagte Harburgs Bezirksamtsleiter Torsten Meinberg gestern im kleinen Sitzungssaal des Harburger Rathauses. Zur feierlichen Enthüllung des Straßenschildes "Hanne-Darboven-Ring" waren der Vorsitzende der Hanne-Darboven-Stiftung, Albert Darboven, und zahlreiche Vertreter aus Politik und Verwaltung im Rathaus erschienen. Albert Darboven sagte: "Als Familienmitglied, als Cousin und enger Freund der international geschätzten Künstlerin freue ich mich über die Benennung einer Straße nach ihr. Das ist ein Zeichen großer Wertschätzung. Hanne war zwar keine gebürtige Harburgerin, aber sie fühlte sich sehr mit Harburg und ihrem Wohnsitz in Rönneburg verbunden. Am 29. April hätte sie ihren 70. Geburtstag feiern können. Leider ist sie vor zwei Jahren, am 9. März, gestorben. Mit der heutigen Straßenbenennung wird die Erinnerung an Hanne wach gehalten. Ich danke für diese schöne Geste. Hanne selbst hätte sich sicherlich sehr über diese Form der Würdigung gefreut."

Bezirksamtsleiter Torsten Meinberg machte deutlich, dass der Bezirk mit der Straßenbenennung seiner Zeit ein wenig voraus sei, denn die Straße existiere noch gar nicht. Der Hanne-Darboven-Ring wird voraussichtlich im Herbst dieses Jahres als Baustraße im gut 1,5 Hektar großen Baugebiet "In der Schlucht" im Göhlbachtal fertiggestellt sein. Dort soll hochwertiger Wohnungsbau entstehen, zumeist in Form von Wohneigentum: Vier Villen und 31 Stadtwohnungen. Die Vermarktung des Gebiets liegt beim Immobilienmanagement der Finanzbehörde. Für die Häuser sind Grundstücke bis 500 Quadratmeter vorgesehen.

Zum Gedenken an Hanne Darboven haben unter anderem die Deichtorhallen/Sammlung Falckenberg eine Ausstellung organisiert.