Harburg
Kommentar

Ein Riss geht durch Harburg

Die Einzelhändler und Center-Manager in Harburg sind sehr zufrieden mit dem Weihnachtsgeschäft 2010.

Nach dem eher zurückhaltenden Geschäft im Vorjahr greifen die Kunden wieder verstärkt in die Taschen und geben mehr Geld für sich und ihre Lieben aus - der Spuk der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise scheint vorbei, die Menschen in der südlichen Metropolregion Hamburg konsumieren wieder sorgloser. So landen in diesem Jahr mehr und teurere Geschenke auf dem Gabentisch - das ist gut für den Einzelhandel. Ob die Kinder und Erwachsenen deswegen glücklicher und zufriedener Weihnachten feiern, ist eine andere Frage.

Wer im Dezember durch die Harburger City zieht, wird aber - wie in den Vorjahren - feststellen, dass ein Riss durch den Stadtteil geht. Das Phoenix-Center quillt bisweilen förmlich über vor Menschenmassen, die Harburg Arcaden sind gut besucht, und in der Lüneburger Straße und bei Karstadt ist es etwas ruhiger.

Wenn die ganze City von dem guten Weihnachtsgeschäft profitieren will, muss die Verbindung zwischen dem Phoenix-Center und Karstadt - die Lüneburger Straße - attraktiver werden: Also weg mit dem unsäglichen Tunnel und her mit attraktiven Läden! Immerhin sollen jetzt Studentenwohnungen in die Lüneburger Straße kommen. Keine schlechte Idee, dann laufen abends ein paar mehr freundliche Gesichter durch die Fußgängerzone. Nachhaltig mehr Kaufkraft werden die Studenten dem Harburger Problemkind aber nicht bringen.