Harburg
Kommentar

Wo die Kassen klingeln

Rund 93 Prozent der Deutschen beabsichtigen, für durchschnittlich 245 Euro Weihnachtsgeschenke zu kaufen.

Somit kann der Einzelhandel laut einer aktuellen Studie des Marktforschungsunternehmens GfK mit Umsätzen für Geschenke in Höhe von rund 14 Millionen Euro rechnen.

Die Deutschen gehen wieder Einkaufen. Den Einzelhandel freut's. Aber kommt von dem Geld auch etwas bei den Harburger Händlern an? Schließlich ist es um hiesige Einkaufsmeilen nicht immer zum Besten bestellt. Wer am Sonnabend in Harburgs Innenstadt unterwegs war, kann sagen: ja! Gewinner in dieser Adventzeit sind dabei eindeutig die großen Einkaufszentren, allen voran das Phoenix-Center, gefolgt von den Arcaden, Marktkauf und Karstadt. Aber auch ein Großteil der kleinen inhabergeführten Läden geben an, zufrieden zu sein - auch wenn sich hier keine Kassen-Schlangen bis auf die Straße bilden. Aber ist das nicht gerade so angenehm? Wer keine Lust hat auf brechend volle Shopping-Malls, Weihnachtsliederbeschallung und gestresste Verkäufer, sollte sich die Mühe machen, auch in weniger frequentierte Straßen abzubiegen, zum Beispiel in die Hölertwiete oder den Deichhausweg. Es lohnt sich. Denn was einen hier erwartet, sind Fachläden mit qualitativ hochwertiger Ware und eine kompetente Beratung: Kleine, angenehm entspannende Inseln in der sonst so hektischen Vorweihnachtszeit. Und wer von uns wünscht sich in diesen Tage nicht hin und wieder auf eine (einsame) Insel?