Harburg
Kommentar

Kampf gegen Unbekannt

Klar soll das martialische Auftreten der Bundespolizei dafür sorgen, dass sich die Bürger sicher fühlen auf Bahnhöfen und in S-Bahnen.

Die verstärkte Präsenz der Beamten auf den Bahnhöfen, gerade zu den Hauptverkehrszeiten, ist sinnvoll. Der Job ist nicht einfach für die Polizei. Denn keiner weiß, wer die Täter sind, wie viele einen Anschlag vorbereiten sowie wann und wo die Terroristen zuschlagen. Was soll ins Visier genommen werden - wer ist verdächtig? Der Kampf gegen Unbekannt verwirrt die Öffentlichkeit.

Nach wie vor ist es schwierig, die Täter zu finden. Ermittler gehen davon aus, dass sie illegal über die Landesgrenzen nach Deutschland kommen. Sie finden Unterschlupf bei Glaubensgenossen und warten darauf, dass ihre Ausrüstung nachgeliefert wird.

Doch wenn Innenminister Thomas de Maizière die Bürger schon darauf vorbereitet, dass sie sich auf unbestimmte Zeit auf den Anblick von Polizisten mit Maschinenpistolen im Alltag gewöhnen müssen, sollte er auch bekannt geben, aus welcher Ecke die Attentäter denn kommen. Wer hat Anlass dazu gegeben, dass Alarm, Sicherheitsstufe Rot, ausgelöst worden ist? Denn Hinweise, dass irgendwelche fanatisierten Gruppen irgendwo Anschläge planen, gibt es immer wieder.

Wie lange hält es die Bundespolizei eigentlich durch, ständig mit hohem Einsatz in Harburg und anderswo für Sicherheit zu sorgen? Bleibt nur zu hoffen, dass der Terror bald ein Ende hat.