Harburg
Kommentar

Optimistisches Signal

Die Lüneburger Straße hat Zukunft. Davon ist Klaus-Jürgen Hübner überzeugt.

Der Mann ist Inhaber eines Modegeschäfts und einer kürzlich neu eröffneten Filiale in der Lüneburger Straße, und als Grundeigentümer beteiligt er sich über das BID auch an der Aufwertung der traditionellen Harburger Hauptgeschäftsstraße. Sein Optimismus ist begründet und gerechtfertigt - ein Signal.

Allerdings muss noch viel verbessert werden. Seit Eröffnung des Phoenix Centers im September 2004 hat sich die Geschäftswelt in der Fußgängerzone Lüneburger Straße deutlich verändert - nicht zu ihrem Vorteil. Dort ansässige größere Geschäfte wechselten in das neue Einkaufszentrum und in die Leerstände gingen zumeist Anbieter qualitativ geringwertiger Waren. Ein-Euro-Shops sind aber kaum dazu geeignet, zahlungskräftige Kundschaft aus dem südlichen Hamburger Speckgürtel zum Einkauf ins Harburger Stadtzentrum zu bewegen. Um insbesondere finanziell potentere Kundschaft der mittleren Generation, 30 bis 60 Jahre, anzusprechen, muss im Business Improvement District (BID) vor allem darauf geachtet werden, dass sich Läden mit bezahlbarer Qualität ansiedeln.

Aber auch den baulichen Zustand der Fußgängerzone gilt es zu verbessern. Der Fußgängertunnel unterm Harburger Ring zur Seevepassage versperrt mit dicken Betonmauern den Einblick in die Einkaufsstraße. Hier sollte endlich mehr Platz geschaffen werden. Der trichterförmige, viel zu breite Tunneleingang könnte zu Gunsten von Straßengastronomie verkleinert werden.