Harburg

Die IHK macht sich weiter für die A 39 stark

"Wir brauchen dringend die A 39 von Lüneburg nach Wolfsburg."

Lüneburg. Mit diesen Worten reagiert Michael Zeinert, Hauptgeschäftsführer der IHK Lüneburg-Wolfsburg, auf eine Streichliste, die der Naturschutzbund Deutschland (NABU) jetzt veröffentlicht hat. Der NABU schlägt darin vor, auf 20 aktuelle Straßenbauprojekte zu verzichten, darunter auch die A 39.

Trotz aller bereits geplanter Ausbauvorhaben bei Schiene und Binnenwasserstraße werde die Straße auch zukünftig den Löwenanteil des steigenden Güterverkehrsaufkommens bewältigen müssen. "Durch die künftig wieder wachsenden Hafenhinterlandverkehre kommt die A 39 nicht nur eine niedersächsische, sondern eine nationale Bedeutung zu", so Michael Zeinert.

Die Planungsverfahren hätten den Nutzen der A 39 belegt. Das ermittelte Nutzen-Kosten-Verhältnis von 2,8 bedeute konkret, dass die Autobahn jedes Jahr einen Nutzen von 55 Millionen Euro stiften wird. So die IHK.

Umfangreiche Ausgleichsmaßnahmen würden zudem sicherstellen, dass es bei Eingriffen in die Umwelt zu keiner Verschlechterung komme. Ortsdurchfahrten an der B 4 würden durch die A 39 erheblich entlastet werden.

Und angesichts der demografischen Entwicklung müsse die Erreichbarkeit der ländlichen Räume zügig verbessert werden, damit nicht Betriebe abwandern und Arbeitsplätze verloren gehen. Erst kürzlich hatte Staatssekretär Enak Ferlemann für das Bundesverkehrsministerium erklärt, der Bau der A 39 genieße für die Bundesregierung höchste Priorität.