Harburg
Kommentar: Die Zukunft der Sozialdemokraten

Die SPD braucht einen neuen Klose

Nach der Wahl ist vor der Wahl - das ist vielen Harburger Genossen während der Wahlparty klar geworden, können sie doch künftig nicht mehr auf den Klose-Bonus setzen.

So sind die hiesigen Sozialdemokraten klug beraten, zur rechten Zeit einen Nachfolger für Hans Ulrich Klose zu küren, einen mit Profil. Denn die Gefahr, dass der Wahlkreis künftig verloren gehen könnte, ist hoch. Das ist vielen SPD-Abgeordneten nur zu bewusst, und es ist deshalb klar, dass die Debatten auch auf lokaler Ebene unter anderem in der Bezirksversammlung lebhafter, kontroverser geführt werden. Wie erfolgreiche Politik geht, machte einst SPD-Urgestein Herbert Wehner vor, dessen lebensgroßes Abbild im Harburger SPD-Büro hängt. Der sagte schon 1975: "Unsere Stärke muss sein: Orientieren statt irritieren." Man darf gespannt sein, inwieweit die Harburger Sozialdemokraten diesen Ratschlag ihres Vorbilds beherzigen werden.