Harburg
Kommentar: Proteste am Lessing-Gymnasium

Schüler brauchen ein funktionierendes System

Eigentlich sollte es kein Widerspruch sein. Im Gegenteil. Die für 2010 geplante Schulreform sieht ein Gymnasium ab der siebten Klasse vor.

Das Lessing-Gymnasium ist eine Schule, die genau das praktiziert. Die dort unterrichteten Schüler haben sich erst nach der sechsten Klasse für eine gymnasiale Schullaufbahn entschieden. Die gleiche Idee wird von Schulsenatorin Christa Goetsch befürwortet. Und dennoch - in Harburg kommen sich die scheinbar ähnlichen Systeme in die Quere. Und wer muss es ausbaden? Die Schüler! Die jungen Menschen, die sich gegen einen Realschulabschluss entschieden haben und jetzt mit viel Motivation das Abitur in Angriff nehmen wollen. Um diese Hürde zu nehmen, brauchen sie ein funktionierendes Schulsystem - keines, das ihnen Steine in den Weg legt. Und einen chaotischen Schulwechsel kurz vor den Prüfungen, die über ihre Zukunft entscheiden, können sie ganz sicher nicht gebrauchen.