Harburg
Kommentar: Neue Straßenpläne für Wilhelmsburg

Faire Bürgerbeteiligung braucht ein Jahr Zeit

Ganz klar: Wenn ich in Kirchdorf wohnen würde und vor meiner Nase würde eine Autobahn gebaut, wäre ich ganz sicher dagegen. Und wenn ich an der Bahnstrecke leben würde und zusätzlich auch noch eine große Straße an den Gartenzaun gesetzt bekäme, würde ich auch dagegen kämpfen.

Nun gibt es aber auch Wilhelmsburger, die davon profitieren, wenn die Reichsstraße von der Mitte in Richtung Osten verlegt wird. Und die Mitte bekäme ein neues Gesicht. Wenn der Senat seine Pläne realisiert, wird es Gewinner und Verlierer auf der Elbinsel geben. Deswegen ist es notwendig, dass Senatorin Hajduk und die "Experten" ausgiebig mit den Bürgern vor Ort diskutieren. Ihr Ziel, schon im Herbst eine Trasse für die neue Querspange festzulegen, ist unrealistisch. Für eine solide Planung und faire Bürgerbeteiligung ist mindestens ein Jahr vonnöten. Sonst würden die Wilhelmsburger von Hamburg im wahrsten Sinne des Wortes überrollt.