Kinderbetreuung

Betreute Spielplätze: Grün-Rot setzt sich für Rettung ein

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Friederike Ulrich
Kinder werden durch die „Aktion Kinderparadies e. V." auf den Spielplätzen betreut. (Archivbild)

Kinder werden durch die „Aktion Kinderparadies e. V." auf den Spielplätzen betreut. (Archivbild)

Foto: Barbara Zabka / FUNKE Foto Services

Verein „Aktion Kinderparadies“ ermöglicht Kinderbetreuung. Aufgrund neuer Pläne ist Angebot gefährdet. Im Bezirk Nord gibt's Hilfe.

Hamburg. Seit 1952 bietet die „Aktion Kinderparadies e. V.“ die Betreuung von Kindern auf städtischen Spielplätzen in Hamburg an. Wegen der oft langen Wartezeiten auf einen Kita-Platz und der Möglichkeit der flexiblen Inanspruchnahme des Angebots wird es seit Jahrzehnten von vielen Familien genutzt.

Wie berichtet, will die Sozialbehörde die Förderung des Projekts, die pro Jahr 52.000 Euro beträgt, einstellen. Im März endet die im Landesjugendförderplan festgelegte Finanzierung. Die grün-rote Bezirksregierung in Hamburg-Nord will das beliebte Betreuungsangebot für Ein- bis Sechsjährige retten.

Zur kommenden Sitzung der Bezirksversammlung am 2. Februar wird sie einen Antrag einreichen, mit dem die Sozialbehörde aufgefordert wird, eine Per­spektive für das Projekt zu finden. „Mit sehr wenig Geld von der Stadt stellt der Verein seit Jahrzehnten ein professionelles und verlässliches Angebot auf die Beine, das viele Eltern als Alternative oder Überbrückung bis zur Kita sehr schätzen“, sagt Timo B. Kranz, Vorsitzender der Grünen.

Ohne Förderung kann Betreuung nicht geleistet werden

„Eine simple Einstellung der Förderung lehnen wir ab.“ Die Sozialbehörde müsse vielmehr konstruktive Gespräche mit dem Verein führen, um gegebenenfalls eine alternative Struktur für das beliebte Angebot zu finden und zu finanzieren. „Das wäre ein gutes Si­gnal an die betroffenen Eltern und Mitarbeiterinnen.“

Mit der Fördersumme finanziert der Verein die Projektleitung, die für die pädagogische Begleitung und Schulung der ehrenamtlichen Betreuerinnen, für die Qualitätssicherung und für die Organisation zuständig ist. Fällt diese Summe weg, kann er sein Angebot nach eigenen Angaben nicht fortführen. Insgesamt bietet der Verein die Betreuung derzeit auf zehn Spielplätzen an – in Hamburg-Nord unter anderem auf dem Spielplatz Grasweg, dem ersten betreuten Spielplatz in Hamburg, sowie dem erst vor Kurzem renovierten Spielplatz am Graumannsweg.