Fusswegekonzept

Tempo 30 und Trinkbrunnen für Hoheluft-Ost?

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Christian Hanke
Die viel befahrene Kreuzung Eppendorfer Weg/Falkenried stellen sich die Fußwegeplaner als Kreisverkehr vor

Die viel befahrene Kreuzung Eppendorfer Weg/Falkenried stellen sich die Fußwegeplaner als Kreisverkehr vor

Foto: Christian Hanke

Stadtplaner wollen die Situation für Fußgänger verbessern und legen Fußwegekonzept vor. Auch in Alsterdorf soll sich einiges ändern.

Hamburg.  Die Verbesserung der Situation für Fußgänger in zwei ganz unterschiedlichen Stadtteilen im Bezirk Hamburg-Nord: Das ist das Ziel, das sich ein Stadtplanungsbüro auf die Fahnen geschrieben und deshalb ein Fußwegekonzept für Hoheluft-Ost und Alsterdorf erstellt hat. Angeregt hatte das Vorhaben die Grünen-Fraktion im Bezirk.

Im dicht besiedelten Stadtteil Hoheluft-Ost schlagen die Stadtplanungsexperten unter anderem Änderungen für den Eppendorfer Weg vor. Sie wollen die Straße „in den konkurrierenden Nutzungsansprüchen“ neu verhandeln – dazu zählen schneller Durchgangsverkehr, Stellplätze, Erreichbarkeit der Läden und öffentlichen Einrichtungen zu Fuß. Konkret wird in dem Konzept für Tempo 30, einen durchgehenden Mittelstreifen als Querungshilfe und Längs- statt Schrägparken plädiert.

Experten schlagen Trinkbrunnen vor

An der Kreuzung Eppendorfer Weg/Falkenried können sich die Experten einen Mini-Kreisverkehr vorstellen. Zudem benötigten die Einfahrten in die Tempo-30-Zone fast durchweg eine bauliche Anpassung. „Besondere Chancen für das Stadtteilleben, attraktiven Aufenthalt und Kinderspiel bestehen an den Kreuzungen des Abendrothswegs“, teilen die Stadtplaner mit.

Insgesamt beinhaltet das Fußwegekonzept 17 konkrete Maßnahmen. Dazu zählen weitere Querungshilfen und auch die Installation eines Trinkbrunnens am Straßenbahnring.

Als Beispiel für einen aufgelockert bebauten Stadtteil hat das Stadtplanungsbüro auch Alsterdorf auf seine Fußwegesituation hin untersucht und Verbesserungsmaßnahmen vorgeschlagen. Charakteristisch für die Verkehrssituation in diesem Stadtteil sei, dass das Straßennetz durch den starken Kfz-Durchgangsverkehr geprägt sei. „Wenn man das im Stadtteilvergleich hier relativ dichte übergeordnete Hauptverkehrsstraßennetz (Alsterkrugchaussee, Hindenburgstraße, Sengelmannstraße/Zeppelinstraße, Deelböge) mit den anderen Tempo-50-Straßen wie der Alsterdorfer Straße und der Bebelallee zusammen betrachtet, entsteht ein dichtes Netz mit Trennwirkung für den Fußverkehr“, heißt es von Seiten der Experten.

Tempo 30 für vielseitig genutzte Hauptstraße

Im Mittelpunkt ihrer Verbesserungsvorschläge stehen verschiedene Abschnitte der Alsterdorfer Straße. Dort sei besonderer Bedarf an fußverkehrsfreundlicher Infrastruktur sowohl für die Schüler als auch für Menschen mit Behinderungen. Das Stadtplanungsbüro befürwortet Tempo 30 für die vielseitig genutzte Hauptstraße und kann sich Querungshilfen sowie eine Umgestaltung an verschiedenen Stellen vorstellen.

Das gilt auch für die Rathenaustraße. Für die Kreuzung Alsterdorfer Damm/Rathenaustraße empfiehlt das Büro einen Kreisverkehr. Unter den 26 Maßnahmen befinden sich zudem viele Ausbesserungen und Verbreiterungen von Gehwegen.

Die Fraktionen in der Bezirksversammlung Hamburg-Nord beschäftigen sich nun mit diesen Vorschlägen – von denen einige sicher in der Form von Anträgen in die bezirklichen Gremien eingebracht werden.