Verkehr

A7-Deckel: Widerstand gegen Abriss der Kielkamp-Brücke

Wie auf dieser Visualisierung wird der A7-Deckel in Höhe Othmarschen aussehen

Wie auf dieser Visualisierung wird der A7-Deckel in Höhe Othmarschen aussehen

Foto: Behörde für Wirtschaft

Radfahrer und Fußgänger müssten Bahrenfelder Chaussee nutzen. Laut Bürgerinitiative widerspricht das dem Luftreinhalteplan.

Hamburg. Die Brücke Kielkamp-Lutherhöhe stellt eine der wichtigsten Ost-West-Verbindungen für Fußgänger und Radfahrer über die A7 dar. Zu den 440 Autos, die dort am Tag fahren, kommen gut 600 Fußgänger und 1000 Radfahrer. Für den Bau des Autobahndeckels soll die Brücke abgerissen werden. Die Verbindung aus Richtung DESY und Trabrennbahn nach Eimsbüttel wäre damit für etwa fünf Jahre unterbrochen. Auch die Wege zur Schule Kielkamp sowie zum Kindergarten in der Lutherkirche wären abgeschnitten.

Da Vorhaben stößt nicht nur bei den Abwohnern auf Kritik. Nach Angaben des NDR stemmt sich jetzt auch die Altonaer Bezirkspolitik dagegen. „Viele Anwohner haben ihre ganze Lebensplanung und ihren Wohnort daran ausgerichtet, dass sie mit dem Rad oder als Fußgänger die Autobahn überqueren können. Für diese Menschen würde ein erheblicher Umweg entstehen“, sagte demnach Frank Toussaint (SPD), Vorsitzender der Bezirksversammlung.

Bürgerinitiative fordert Behelfsbrücke

Der Umweg wäre gut einen halben Kilometer lang. Er soll mit dem Autoverkehr über die Behelfsbrücke führen, auf der Bahrenfelder Chaussee über die Deckel-Baustelle geleitet wird. Diese wird täglich von knapp 20.000 Autos genutzt. Der Bürgerinitiative Volkspark zufolge widerspricht der Umweg durch den Lärm und die Abgase der Bahrenfelder Chaussee der im Luftreinhalteplan als zwingende Maßnahme festgelegten Radverkehrsförderung. Sie fordert daher den Bau einer Behelfsbrücke für Fußgänger und Radfahrer. Bei Gesamtkosten des Altonaer Deckels von 540 Millionen würden die Mehrkosten dafür nicht ins Gewicht fallen.