Hamburg

Warum ein Kreisverkehr in Alsterdorf Ärger macht

Christian Hanke
Gerhard Schultz hält den Kreisverkehr Alsterdorfer Straße / Carl-Cohn-Straße für eine Fehlplanung

Gerhard Schultz hält den Kreisverkehr Alsterdorfer Straße / Carl-Cohn-Straße für eine Fehlplanung

Foto: Christian Hanke

Busse müssen über Kantsteine fahren, Fahrgäste werden durchgerüttelt. Bürgerverein spricht von Fehlplanung.

Hamburg. „Das ist eine Fehlplanung. Die gesamte Anlage muss neu überplant werden.“ Wenn Gerhard Schultz vom Alsterdorfer Bürgerverein über den neuen Kreisverkehr an der Ecke Alsterdorfer und Carl-Cohn-Straße spricht, gerät er richtig in Rage. Die Fahrgäste der Buslinie 109 würden durchgerüttelt, Lastwagen und andere längere Fahrzeuge müssten rangieren, um den Kreisel umrunden zu können. Parkende Autos dicht vor und hinter dem Kreisel würden die Busse zu gefährlichen Ausweichmanövern auf die Gegenfahrbahn zwingen. Das hat Gerhard Schultz seit der Fertigstellung des Kreisverkehrs im Mai dieses Jahres immer wieder beobachtet.

Der Stein des Anstoßes für ihn: der Kantstein zwischen der Fahrbahn um dem Kreisel und dem inneren betonierten Bereich des Kreisverkehrs. Die dient als Ausweichfläche für längere Fahrzeuge, denen die Fahrbahn im Kreisel nicht genug Platz bietet. Deshalb kommen die Busse eben nicht ohne Auf- und Abfahrt über die Kantsteinlinie aus. „Doch, es geht“, entgegnet Hartmut Herbst, im Polizeikommissariat 33 (Winterhude, Alsterdorf), zuständig für den Straßenverkehr, „die Busfahrer müssen nur langsamer fahren. Das haben wir getestet. Die Kreiselfahrbahn ist normgerecht auch für Gelenkbusse ausgelegt.“

Gerhard Schultz fordert indes ein Halteverbot für Autos, die in unmittelbarer Nähe des Kreisverkehrs parken. Parkende Autos hat Hartmut Herbst dort bisher nicht wahrgenommen und sieht daher keinen Handlungsbedarf.