Flüchtlinge

„Flughafen-Theater“ als Protest gegen Abschiebungen

Stacheldraht umgibt die Container des neuen Abschiebegewahrsams am Flughafen

Stacheldraht umgibt die Container des neuen Abschiebegewahrsams am Flughafen

Foto: Axel Heimken / dpa

Im Terminal 1 will der Flüchtlingsrat am Sonntag mit Choreografien gegen Abschiebungen protestieren.

Hamburg.  Mit einem "Flughafen-Theater" will der Hamburger Flüchtlingsrat am Sonntag (12. Februar) im Hamburger Helmut-Schmidt-Airport gegen Abschiebungen nach Afghanistan protestieren. Die Vorstellung beginnt um 12 Uhr im Terminal 1, wie der Veranstalter, die Glasmoorgruppe des Flüchtlingsrats Hamburg, am Montag mitteilte.

Mit Choreografien wollen die Demonstranten Bilder in der großenHalle des Terminals erzeugen statt mit langen, wütenden Redebeiträgen zu langweilen. Die Stadt Hamburg hat auf dem Flughafengelände einen sogenannten Abschiebegewahrsam gebaut, in dem abgelehnte Asylbewerber vor der Abschiebung bis zu vier Tage festgehalten werden können.

Laut Flüchtlingsrat ist der Flughafen als zentraler Ort der Abschiebung ein Ausdruck "rassistischer Politik". Ihr Protest richtet sich auch gegen das Abschiebegewahrsam, in dem „Menschen eingesperrt werden“. Im Oktober letzten Jahres habe es bereits eine ähnliche Protestaktion in Fuhlsbüttel gegeben, sagte Anna Siepe vom Flüchtlingsrat. Die Flughafenbesucher hätten „interessiert reagiert und viele Fragen gestellt“.