Langenhorn

Hamburger Rentner hat mit seinem "Kult-Eis" Großes vor

„Eiskalte“ Geschäftsleute: Karsten
Reincke und Miguel Gonzàlez

„Eiskalte“ Geschäftsleute: Karsten Reincke und Miguel Gonzàlez

Foto: A.Laible

Der 66-Jährige denkt noch lange nicht an den Ruhestand. Als Rentner finanziert er ein Café. Auch Eis für Veganer ist im Programm.

Hamburg. Sie kennen sich schon länger, Miguel Gonzàlez, Karsten Reincke und Uwe Witt. Jetzt haben die drei Geschäftspartner in Langenhorn am Holitzberg das Eiscafé Kult gegründet. Mehrheitsgesellschafter der 200 Quadratmeter großen Fläche plus Außenplätzen ist der 66-jährige Witt. Nach seiner langjährigen Karriere in den Bereichen Finanzdienstleistungen, Windenenergie sowie Personaldienstleistungen baut er sich nun ein neues Standbein nach dem Berufsleben auf. In die technische Ausstattung und das Ambiente des Eiscafés hat er einen niedrigen sechsstelligen Betrag investiert. Zugang und Ausstattung sind barrierefrei.

Künftig will Witt gemeinsam mit Vertriebschef Karsten Reincke auch andere Wettbewerber mit den von Gonzàlez in der eigenen Eismanufaktur hergestellten kalten Köstlichkeiten beliefern. Tatsächlich hat das Trio bereits kurz nach der Eröffnung mehrere Kunden akquiriert. „Langfristig planen wir mit unserem Kult-Eis eine Kette“, sagt Witt. „Wir wollen auch einen Lieferservice für Eis etablieren“, sagt Reincke. Die kühle Masse wird in Styroporbehältern transportiert und kommt mit Eispads als Kühlmittel bei den Kunden an.

Gonzàlez verfügt über eine 20-jährige Erfahrung im Eis- und Konditoreigeschäft. Neben vier Eismaschinen befindet sich ein zwölf Quadratmeter großer Tiefkühlraum, der auf minus 22 Grad heruntergefahren wurde, in dem Gebäude. 16 Sorten Eis präsentiert Gonzàlez in seiner Glastheke. Einige werden immer wieder ausgewechselt. Sein Repertoire umfasst etwa 300 unterschiedliche Eis-Rezepte.

„Wir haben auch Eis für Veganer im Programm. Fast alle Fruchteissorten sind laktosefrei und vegan“, sagt Gonzàlez. Während derzeit das Eis der Renner ist, laden in kühleren Jahreszeiten auch selbst gebackene Kuchen, warme Waffeln und Flammkuchen zum Schlemmen ein. Neben den drei Organisatoren arbeiten derzeit elf Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit im Café und im Außenbereich. „Weitere Aushilfen werden benötigt“, sagt Witt.

„Das Café Kult soll ein regionaler Treffpunkt für unsere Nachbarn sowie Gäste aus der weiteren Umgebung werden,“ so Witt. Neben den kulinarischen Genüssen soll es zukünftig Veranstaltungen geben mit Informationen zu kulturellen, rechtlichen und wirtschaftlichen Themen. Darüber hinaus ist zu medizinischen Dingen eine Kooperation mit der Asklepios-Klinik Nord denkbar. Auf diese Weise soll das Kult-Café ein Marktplatz für Informationen werden. Und für Genüsse natürlich auch.