Bernhard-Nocht-Institut

Hamburger Wissenschaftler erforschen Mücken

Die Stech-Mücke „Aedes aegypti“. Sie überträgt das Zika-Virus

Die Stech-Mücke „Aedes aegypti“. Sie überträgt das Zika-Virus

Foto: Gustavo Amador / dpa

Mücken als Überträger von Krankheiten: Durch Klimaveränderungen und Globalisierung stiegen die Gefahren für Europa.

Hamburg.  Das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) koordiniert das neue deutschlandweite Forschungsprojekt „CuliFo“ zur Erforschung von Stechmücken. Bisher habe es keine Forschung zum Verhalten von Mücken und zu der Frage, ob einheimische Mückenarten eingeschleppte Krankheitserreger übertragen können, gegeben, teilte das BNITM am Dienstag mit.

Die Parlamentarische Staatssekretärin Maria Flachsbarth (CDU) wird am 22. Februar den offiziellen Startschuss geben und die Zuwendungsbescheide des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL) überreichen.

Die Gefahr durch Klimawandel und Globalisierung

„Die Globalisierung nimmt stetig zu“, sagte Flachsbarth. Zeitgleich verändere sich das Klima. „Damit steigt in Europa die Gefahr von Krankheiten, die durch Stechmücken übertragen werden.“ Das BMEL-geförderte Projekt leiste einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung des Schutzes der Gesundheit von Mensch und Tier.

„CuliFo“ ergänzt das Monitoring-Projekt „CuliMo“, das seit Frühjahr 2015 vom Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems koordiniert wird. Durch die Verbindung der wissenschaftlichen Erkenntnisse aus beiden Projekten könnten Risiken zum räumlichen und saisonalen Auftreten der Stechmückenarten in Deutschland und dem damit verbundenen Infektionsrisiko in Deutschland besser eingeschätzt werden, hieß es.

Derzeit wird vermehrt das Zika-Virus durch Moskitos, vor allem in Südamerika und der Karibik, übertragen. Der Erreger steht in Verdacht durch eine Infektion von Schwangeren bei Neugeborenen Schädelfehlbildungen zu verursachen.