Hamburg. Am Freitag wird die Saison 2024 auf dem Heiligengeistfeld eingeläutet. Worauf sich Besucher und Besucherinnen freuen können.

Am Mittwochvormittag herrscht eine muntere Betriebsamkeit auf dem Heiligengeistfeld. Unmittelbar neben dem Millerntor-Stadion des FC St. Pauli und dem frisch begrünten Bunker werden die letzten Aufbauarbeiten für den Hamburger Frühlingsdom, der am 22. März seine Türen öffnet, verrichtet. Es ist der erste Veranstaltungshöhepunkt des Jahres 2024.

„Das Wetter ist gut, der Frühlingsdom steht vor der Tür. Was gibt es Schöneres?“, freut sich Robert Kirchhecker, Präsident des Hamburger Schaustellerverbandes. Zwei Millionen Besucher werden in der Zeit bis zum 21. April erwartet. Um die Massen anzulocken, setzen die Macher auf eine Weltpremiere. Das weltweit höchste transportable Flugkarussell „Evolution“ wird erstmals auf dem Frühlingsdom für den ultimativen Adrenalinkick sorgen.

Frühlingsdom 2024: Spektakuläres Fahrgeschäft feiert Premiere in Hamburg

Und es wird das bislang wohl digitalste Fahrgeschäft der Dom-Geschichte sein. Tickets dafür gibt es vorab über ein Online-Buchungsportal, außerdem wurden über jedem Sitz spezielle Kameras mit Gesichtserkennung angebracht, die das wilde Fahrt-Abenteuer aufzeichnen. Über einen QR-Code erhält man dann die eindrucksvolle Videoaufnahme. Die Hoffnung der Betreiber: Durch die neue Technik wird die Attraktionen zum Hit in den sozialen Netzwerken.

Das 3,5 Millionen Euro teure Fahrgeschäft (140 Kilometer pro Stunde Höchstgeschwindigkeit) ist mit 66 Metern insgesamt sechs Meter höher als das Hamburger Riesenrad. Vor der Jungfernfahrt am Freitag wird das Fahrgeschäft von einem Pastor gesegnet. „Dass das Evolution auf dem Dom Premiere feiert, freut mich ungemein. Das wird ein echtes Highlight werden. Darauf sind wir stolz“, sagt Kirchhecker.

Auf dem Frühlingsdom 2024 in Hamburg feiert das spektakuläre Fahrgeschäft „Evolution“ Premiere.
Auf dem Frühlingsdom 2024 in Hamburg feiert das spektakuläre Fahrgeschäft „Evolution“ Premiere. © Pressedienst Krawinkel | Pressedienst Krawinkel

Neben dem Evolution kommen mit der riesigen Schaukel Excalibur, der XXL-Rutsche Pirat und dem Geistertempel drei weitere Neuheiten nach Hamburg. Besucherinnen und Besucher können sich aber auch auf die Rückkehr von Klassikern freuen. So wird das Fahrgeschäft Top Spin erstmals seit 16 Jahren wieder auf dem Hamburger Dom stehen. Auch das Take Off feiert sein Comeback beim traditionsreichen Volksfest.

Gute Nachrichten für Fans des Dom-Feuerwerks

Apropos Klassiker: In diesem Jahr wird am 22. März, 5. und 19. April jeweils um 22.30 Uhr wieder ein klassisches Feuerwerk am Hamburger Nachthimmel zu sehen sein. In der Vergangenheit wurden Alternativen wie Lasershows oder große Projektoren, die Kunst an den Feldstraßenbunker projiziert haben, getestet. Eine umweltfreundliche Lösung, die einen ähnlich großen Effekt auf die Besucherinnen und Besucher hat, habe man aber noch nicht gefunden, heißt es.

„Wir haben Alternativen ausprobiert und beispielsweise auch Drohnen in Erwägung gezogen. Das war aber aus Sicherheitsgründen nicht möglich“, sagt Sören Lemke, in der Wirtschaftsbehörde zuständig für den Dom. „Wenn man sich die Kosten für eine Lasershow oder einen Beamer, der 3-D-Bilder darstellen kann, im Vergleich zum klassischen Feuerwerk anschaut, ist das Feuerwerk im Moment nicht zu schlagen. Wenngleich wir uns natürlich weiter mit Alternativen beschäftigen werden“, so Lemke.

Öffnungszeiten des Frühlingsdoms 2024 in Hamburg:

  • Montag bis Donnerstag: 15 bis 23 Uhr
  • Freitag und Sonnabend: 15 bis 24 Uhr
  • Sonntag: 14 bis 23 Uhr
  • Gründonnerstag: 15 bis 24 Uhr
  • Karfreitag: geschlossen
  • Ostersonntag: 14 bis 24 Uhr
  • Ostermontag 14 bis 23 Uhr

Hamburger Dom: Schausteller beklagen gestiegene Kosten

Insgesamt 253 Buden werden in den kommenden vier Wochen auf dem Heiligengeistfeld stehen. Lediglich 2017 waren es mit 260 Ständen noch mehr. Die Preise für Speisen und Fahrgeschäfte bleiben laut Schaustellerpräsident Kirchhecker überwiegend stabil. Nur vereinzelte Betreiber haben sich dazu entschlossen, die gestiegenen Kosten für Logistik, Energie, Personal und durch die Inflation an die Kunden weiterzugeben.

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„Es ist immer ein wirtschaftlicher Spagat“, gibt Kirchhecker zu. „Es ist wichtig, den familiären Charakter zu bewahren und möglichst allen Menschen den Zugang zu ermöglichen. Wir leben hier nicht von den Superreichen, aber wir können auch nicht zaubern. Am Ende sind wir BWLer und können keine roten Zahlen schreiben“, so der Schaustellerpräsident. Die beliebten Familientage (immer mittwochs), an denen die Attraktionen auf dem Dom rund 30 Prozent weniger kosten, wird es daher auch 2024 wieder geben.

Hamburg Dom 2024: Schausteller kämpfen gegen Personalmangel an

Nicht nur gestiegene Kosten, auch der Personalmangel wirkt sich mittlerweile auf das Angebot des Hamburger Doms aus. „Wir zahlen mittlerweile über Mindestlohn, trotzdem haben wir Probleme, Menschen zu finden, die auf einem Volksfest arbeiten wollen“, sagt Kirchhecker. Es sei erschreckend, wenn Schausteller aus diesem Grund nicht mehr zurückkehren. „Aber wir versuchen, gegen den Personalmangel anzukämpfen.“

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