Hamburg

Schließung von Wochenmärkten: Anwohner protestieren erneut

In Hamburg Mitte sind vier Wochenmärkte von der Schließung bedroht, da sie nicht kostendeckend arbeiten. Hier ein Marktstand auf dem Wochenmarkt am Spritzenplatz.

In Hamburg Mitte sind vier Wochenmärkte von der Schließung bedroht, da sie nicht kostendeckend arbeiten. Hier ein Marktstand auf dem Wochenmarkt am Spritzenplatz.

Foto: Andreas Laible / FUNKE Foto Services

Am Donnerstag wird in St. Georg demonstriert. Bürgerverein fordert Bürgerschaft auf, zu handeln und Gesetze zu ändern.

Hamburg. Der Einwohnerverein St. Georg von 1987 e.V. kämpft weiter für den Erhalt des Wochenmarktes auf dem Carl-von-Ossietzky-Platz an der Langen Reihe und ruft jetzt auf zu einer Demonstration am Donnerstag um 11.55 Uhr auf.

Wie das Abendblatt berichtet hatte, ist die Zukunft der Wochenmärkte in St. Georg, Hamm, Rothenburgsort und Finkenwerder bedroht, weil sie nicht wirtschaftlich genug sind und nicht kostendeckend arbeiten, wie es in einer Vorlage des Fachamtes Interner Service in Hamburg-Mitte heißt.

Wochenmärkte: mangelnde Kostendeckung

Der Wochenmarkt in St. Georg habe lediglich einen Kostendeckungsgrad von 37 Prozent und soll eventuell geschlossen werden. "Alle Fraktionen im Bezirk betonen zwar, dass sie gegen eine Schließung seien, es bleibt aber das Problem der mangelnden Kostendeckung", schreibt der Bürgerverein. Das ließe sich wohl nur auf Bürgerschaftsebene lösen.

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Der Verein hat alle fünf Bürgerschaftsabgeordneten des Wahlkreises eingeladen. Zugesagt hätten bislang Christiane Schneider von der Linken-Fraktion und Jörg Hamann (CDU).

"Wir erwarten eine klare Aussage dazu, die Wochenmärkte als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge zu begreifen und vom Kostendeckungsprinzip bei Wochenmärkten abzugehen", so Michael Joho, Vorsitzender des Einwohnerverein s.