Kunstaktion

Geld auf Flaggen: Abzocke oder Straßenkunst?

Strassenkünstler Ionut aus Rumänien vor dem Mönckebergbrunnen.

Strassenkünstler Ionut aus Rumänien vor dem Mönckebergbrunnen.

Foto: Maria Weigl

Kunstaktion in der Mönckebergstraße: Künstler malte Flaggen und bat Hamburger, ihre Herkunft mit Geldstücken darzustellen.

Hamburg.  Am Mittwoch malte der rumänische Straßenkünstler Ionut aus Bielefeld ein riesiges Kunstwerk an der Ecke Mönckebergstraße/Spitalerstraße, direkt vor dem Mönckebergbrunnen. In einem Kreis mit etwa zehn Meter Durchmesser stellte er mit Kreide Flaggen verschiedener Länder der Welt dar.

„Mir ist wichtig, dass die Menschen wissen, dass das zu 100 Prozent meine Idee ist“, betonte der Künstler gegenüber dem Abendblatt. Das zeigt er auch in seinem Werk. Dort steht geschrieben: „Das ist meine Idee 100%".

Zuschauer legten Geldstücke auf ihr Herkunftsland

Mit der schriftlichen Aufforderung „Meine Flagge ist ?“ bewegte er die Zuschauer dazu, Geldstücke auf die Flagge ihres Herkunftslandes zu legen. Einige Zuschauer gaben 5-Euro-Scheine, auf der afghanischen Flagge lag sogar ein 20-Euro-Schein.

Die Meinungen zu dieser Aktion waren jedoch gespalten: Während die meisten Zuschauer den Bielefelder bewunderten, klagten andere über die „Abzocke“ des Künstlers. Einige Schülerinnen nahmen den Künstler in Schutz und forderten die Nörgler auf zu gehen.