Hamburg

Obdachlose müssen Zelte unter Kersten-Miles-Brücke abbauen

Grund für die Räumung ist drohende Brandgefahr. Erst in der vergangenen Woche hatte die Stadtreinigung Sperrmüll aus dem Lager entsorgt.

Hamburg. Der Bezirk Mitte hat am Montagabend Teile des Obdachlosenlagers unter der Kersten-Miles-Brücke an der Helgoländer-Allee räumen lassen. Wie Sprecherin Sorina Weiland mitteilte, handelte es sich konkret um vier Zelte, die auf der angrenzenden Grünfläche aufgebaut worden waren und mindestens ein weiteres direkt unter der Brücke. Grund für die Räumung: „Auf öffentlichen Grünanlagen zu campen, ist nicht erlaubt “, so Weiland weiter. Von den Zelten unter der Brücke gehe Brandgefahr aus. „Die Stadtreinigung hat zudem jede Menge Müll und Unrat entfernt. Bei der letzten Räumaktion war sogar eine ganze Couchgarnitur dabei.“ Immer wieder befänden sich hier auch Dinge, die Hamburger vorbeigebracht hätten, um die Obdachlosen zu unterstützen.

Anlaufstelle für Obdachlose aus Osteuropa

Die Kersten-Miles-Brücke ist schon seit vielen Jahren Anlaufpunkt für Wohnungslose, die hier meist in Schlafsäcken und auf Isomatten übernachten. Viele von ihnen kommen aus Osteuropa.

Die letzte Aufräum-Aktion ist noch nicht lange her. Erst in der vergangenen Woche rückte die Stadtreinigung an, um hier Sperrmüll abzuholen.