Gastronomie

Freundinnen schließen mit ihrem Deli im Großen Burstah Lücke

Maria Alberti und Leslie Angermann entwickelten im Studium ein Gastro-Konzept, das sie nun am Großen Burstah realisieren wollen.

Hamburg. Die Werbe-Botschaft auf den abgeklebten Schaufensterscheiben kündigt es an: Im Eckhaus am Großen Burstah 1 tut sich nach Monaten des Leerstands wieder etwas! Handwerker richten gerade das Ladenlokal an der Mühlenbrücke für einen neuen Gastronomiebetrieb her. Ende Juli wollen die Freundinnen Leslie Angermann (27) und Maria Alberti (26) dort ihren Deli„Urban Foodie“ eröffnen.

Die jungen Frauen haben sich beim Studium an der Hochschule im sächsischen Mittweida kennengelernt. Während ihres Marketingstudiums entwickelten sie ein Konzept, was sie jetzt nach drei Jahren Vorlaufzeit realisieren wollen. „Auf der Karte werden Salate, Sandwichs und warme Hauptspeisen stehen, verrät Maria Alberti, ohne zu sehr ins Detail gehen zu wollen. Sie wollen überraschen.

Oberstes Gebot sei aber, so Mit-Geschäftsführerin Leslie Angermann: „Wir bieten ausgewählte Gerichte, die sich durch höchste Qualität und Frische auszeichnen, zu hundert Prozent naturbelassen und frei von künstlichen Zusatzstoffen sind“. „Wir verfügen über sorgfältig ausgewählte Kooperationen mit Handelspartnern und Lieferanten, die sich zu Nachhaltigkeit und Fairness verpflichten“, ergänzt Alberti.

Das Duo glaubt an den Erfolg, wo zwei Vorgänger scheiterten

Zu dem Konzept der beiden gehören drei Säulen: Speisen zum Direktverzehr im Deli sowie zum Mitnehmen, Lieferservice über Kooperationspartner Deliveroo und letztlich ein Catering. Zwar sind die Freundinnen zuversichtlich, dass sie mit ihrem Marketing-Wissen, den Laden werktags von 8.30 bis 18.30 Uhr zum Laufen bringen werden, dennoch haben sie sich gastronomische Verstärkung geholt: Ein Manager, der Joey's Pizza mit aufgebaut hat, wird das Team mit seinem Wissen verstärken. Auch Alberti hat seit dem 18. Lebensjahr Erfahrung in der Gastronomie gesammelt.

Angermann, deren Mutter aus den USA stammt, hat dort reichlich Erfahrung gesammelt, wie ein Deli auszusehen hat: „Wir wollen eine moderne Einrichtung, einen Touch hanseatisch und ein bisschen Vintage-Look!“ Neben der offenen Küche im Erdgeschoss, die Transparenz signalisieren soll, wird im Souterrain eine Lounge mit WLAN und Fleetblick zum Verweilen einladen.

Dass sie das gleiche Schicksal erleiden, wie ihre Vorgänger, die in an dem Standort mit der „Sylter Milchbar“ und der „Sylter Bude“ scheiterten, sehen Alberti und Angermann nicht. Mit Zuversicht kündigen sie an: „Wir lieben unser Essen, das werden auch unsere Kunden merken!“