Hamburger Innenstadt

Sylter Bude bleibt trotz Kündigung geöffnet

Jens Hartmann, Chef der Sylter Bude am Großen Burstah

Jens Hartmann, Chef der Sylter Bude am Großen Burstah

Foto: Klaus Bodig / HA

Eigentlich sollte Gastronom Jens Hartmann das Lokal in Rathausnähe wegen Mietrückstands räumen. Vermieter beauftragt Makler.

Hamburg.  Die „Sylter Bude“ am Großen Burstah hat wieder geöffnet. Im September hatte Gastronom Jens Hartmann acht Tage geschlossen und seine vielen Stammkunden befürchteten, das Lokal wäre nun für immer dicht.

Wie berichtet, steckt Hartmann in Schwierigkeiten. Sein Vermieter, die Haspa Finanzholding-Tochter NM Nord-Immo Management GmbH, hatte ihm gekündigt. Der Gastronom war damals mit drei Monatsmieten im Rückstand. Das Geschäft lief nicht wie geplant, die erwarteten Umsätze blieben aus. Besonders die benachbarte Baustelle am Fleet für eine Fischtreppe machte ihm zu schaffen. Deshalb war die Eventfläche im Untergeschoss nur schwer für Veranstaltungen zu vermieten.

Eigentlich hätte er das Objekt bereits Ende Juli räumen müssen. Aber Hartmann blieb. Und dass der 49-Jährige seine „Sylter Bude“ nun wieder geöffnet hat, wirft Fragen auf. Auf Abendblatt-Anfrage wollte Hartmann keine Stellungnahme abgeben.

Fest steht, eine Einigung mit dem Vermieter hat es nicht gegeben: „Wir bemühen uns um eine schnellstmögliche Neuvermietung, da das Mietverhältnis beendet ist. Ein Makler führt aktuell Gespräche mit mehreren Interessenten“, sagte Torsten Gerke, Sprecher der Nord-Immo Geschäftsführung.