Hamburg

Große Demonstration für dezentrale Flüchtlingsheime

Mehrere Bürgerinitiativen wollen am 11. Februar gegen Großunterkünfte für Flüchtlinge demonstrieren (Archivbild)

Mehrere Bürgerinitiativen wollen am 11. Februar gegen Großunterkünfte für Flüchtlinge demonstrieren (Archivbild)

Foto: Matthias Benirschke / dpa

Stadtentwicklungsausschuss der Bürgerschaft tagt am 11. Februar im CCH. Demonstranten werden an diesem Tag zum CCH marschieren.

Hamburg.  Mehrere Bürgerinitiativen haben aus Anlass der Anhörung des Stadtentwicklungsausschusses der Bürgerschaft zu Flüchtlingsunterkünften zu einer Demonstration aufgerufen. Treffpunkt der Demonstration am 11. Februar sei der Gänsemarkt, heißt es auf der Internetseite der Bürgerinitiative Neugraben-Fischbek. „Wir treffen uns um 15.45 Uhr auf dem Gänsemarkt und werden dann zum CCH marschieren, um dann um 17 Uhr der Sitzung des Stadtentwicklungsauschusses beizuwohnen und Stellung zu nehmen.“

Hintergrund ist die Planung von 5600 Expresswohnungen

Hintergrund ist der Protest von mehreren Bürgerinitiativen gegen Pläne des rot-grünen Senats, für die dauerhafte Unterbringung von Flüchtlingen größere Unterkünfte zu errichten. Bis Ende dieses Jahres sollen nach Darstellung der zuständigen Stadtentwicklungsbehörde 5600 sogenannten Expresswohnungen für Flüchtlinge gebaut werden. Sie werden zunächst als Flüchtlingsunterkünfte deklariert und nach der Erstellung eines regulären Bebauungsplans in einigen Jahren in normale Wohnungen umgewandelt.

Am Donnerstag kommender Woche wird der Stadtentwicklungsausschuss der Bürgerschaft sich erneut mit dieser Thematik beschäftigen. Dieses Mal kommen auch Vertreter von Bürgern zu Wort. Am ersten Anhörungstag am 19. Januar hatten die meisten geladenen Experten für durchmischte Wohnquartiere plädiert, um so Integration zu ermöglichen. Vor der Anhörung hatten rund 700 Bürger gegen größere Wohnsiedlungen nur für Flüchtlinge demonstriert. Um dieses Mal allen Demonstranten die Teilnahme an der Anhörung zu ermöglichen, tagt der Ausschuss im CCH.