Wilhelmsburg

Auto rast in Schleusenbecken – Hinweise auf Alkoholeinfluss

Die Leiche der 26-Jährigen war eingeklemmt und konnte erst geborgen werden, als der Wagen mit einem Kran aus dem Wasser gezogen worden war

Die Leiche der 26-Jährigen war eingeklemmt und konnte erst geborgen werden, als der Wagen mit einem Kran aus dem Wasser gezogen worden war

Foto: AndrŽ Zand-Vakili

Eine 26-Jährige war mit ihrem Wagen in ein Schleusenbecken gefahren und gestorben. Polizei nahm zunächst Glatteis als Ursache an.

Wilhelmsburg.  Die 26-Jährige, die am Neujahrsmorgen mit ihrem Auto in ein Schleusenbecken in Wilhelmsburg gefahren und gestorben ist, war möglicherweise betrunken. Das sagte am Montag ein Sprecher der Polizei auf Nachfrage des Abendblatts. „Das Gutachten aus dem Institut für Rechtsmedizin steht noch aus, aber es gibt Zeugenaussagen, die darauf hindeuten, dass das Opfer unter Alkoholeinfluss stand“, sagte Sprecher Holger Vehren.

Ein Fahrradfahrer hatte das durchbrochene Geländer der Reiherstiegschleuse an der Hohe-Schaar-Straße bemerkt und die Polizei verständigt. Der Honda mit dem Opfer hinter dem Steuer lag in fünf Metern Tiefe in der Schleusenkammer. Die Leiche der 26-Jährigen war eingeklemmt und konnte erst geborgen werden, als der Wagen mit einem Kran aus dem Wasser gezogen worden war.

Zunächst war als mögliche Unfallursache Glatteis genannt worden, aufgrund dessen die 26-Jährige möglicherweise von der Fahrbahn abgekommen sei. Jetzt stellt sich der Hergang des Unglücks anders dar. Die junge Frau hatte sich wohl nach einem Beziehungsstreit auf einer Silvesterparty betrunken hinter das Steuer des Autos ihrer Mutter gesetzt.