Neustadt

"Meilenstein": Mietverträge im Gängeviertel unterzeichnet

Stadt und Aktivisten sind sich einig. Ab jetzt verwalten Bewohner die sanierten Häuser selbst. Bis zuletzt stand das auf der Kippe.

Hamburg.  Auf den letzten Metern mussten die Bewohner des Gängeviertels noch einmal zittern. Denn der lange umkämpfte Vertrag, der der Gängeviertel Genossenschaft eine Selbstverwaltung der ersten sanierten Häuser an der Caffamacherreihe einräumt, liegt bereits seit August vor. Doch erst jetzt haben die städtische Steg (Stadterneuerungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft) und die Gängeviertel Genossenschaft auch unterzeichnet. Dorothee Stapelfeldt, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, bezeichnet dies als „Meilenstein“.

„Großer Schritt für die Entwicklung des Gängeviertels“

Nachdem bereits ein Wohngebäude bezogen wurde und ein weiteres kurz vor der Fertigstellung steht, einigten sich die Akteure nun in einem Generalmiet- und Verwaltungsvertrag auf das genossenschaftliche Modell. „Die Unterzeichnung des Vertrags ist ein großer Schritt für eine weiterhin gute Entwicklung des Gängeviertels. Dieser stadthistorisch wichtige Ort wird sozialverträglich saniert und behält seinen besonderen Charakter“, sagte Stapelfedt weiter.

Zuvor war es nach wochenlangen Streitigkeiten im Februar zu einem Planungsstopp gekommen, wodurch die langfristige Sanierung neu verhandelt werden musste. Damals hatte die Stadtentwicklungsbehörde der Initiative eine Stellungnahme vorgelegt, wonach die genossenschaftliche Bindung ausgeschlossen sei. Diese ist für die Initiative aber unverzichtbarer Teil der Selbstverwaltung.

Historische Bilder vom Gängeviertel