Flüchtlingseinrichtung

Bundeswehrärzte bieten Sprechstunden in Messehallen an

Ab Dienstag soll sich ein ärztliches Bundeswehrteam um die medizinische Versorgung der in den Messehallen untergebrachten Flüchtlinge kümmern

Ab Dienstag soll sich ein ärztliches Bundeswehrteam um die medizinische Versorgung der in den Messehallen untergebrachten Flüchtlinge kümmern

Foto: Marcus Brandt / dpa

Ab Dienstag werden ein Arzt und ein medizinischer Fachangestellter Sprechstunden anbieten. Hilfeleistung bis Ende September befristet.

Hamburg. Ein Bundeswehr-Team unterstützt in Hamburg ab Dienstag die medizinische Versorgung von Flüchtlingen. Ein Arzt und ein medizinischer Fachangestellter wollen demnach in der Erstaufnahmeeinrichtung der Hamburger Messehallen Sprechstunden leisten, wie das Landeskommando Hamburg der Bundeswehr am Montag mitteilte. Damit habe das Bundesverteidigungsministerium einem Amtshilfeantrag der Hansestadt auf ärztliche Unterstützung stattgegeben. Die Hilfeleistung ist bis Ende September 2015 befristet.

Das Personal wird den Angaben zufolge vom Bundeswehrkrankenhaus in Wandsbek gestellt. Von dort wird die ärztliche Unterstützung auch koordiniert. Das Krankenhaus in Wandsbek ist mit 307 Betten für Soldaten und zivile Patienten die größte militärische Behandlungseinrichtung in Norddeutschland.

Haut- und Infektionskrankheiten besonders im Fokus

Schwerpunkt des Einsatzes soll voraussichtlich die Versorgung von Haut- und Infektionskrankheiten sein, bei denen insbesondere tropendermatologische Fachkenntnisse gefragt sind. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Hamburger Bernhard-Nocht-Institut habe sich das Bundeswehrkrankenhaus zum führenden Zentrum der Streitkräfte für die Behandlung von Tropenkrankheiten entwickelt, hieß es.