St. Pauli

Ärger um Freiwild-Konzert während des Reeperbahn Festivals

Auf einem Flyer erweckt Frei.Wild den Eindruck, auf dem Reeperbahn Festival zu spielen. Veranstalter gehen gegen Ankündigung vor.

Eine Konzertankündigung der umstrittenen Band "Frei.Wild" sorgt derzeit für Ärger. Die Band wirbt auf einem Flyer und in sozialen Netzwerken mit einem Konzert in der Bar-Platzhirsch (Friedrichstraße, St. Pauli) am 26. September. Darauf steht gut lesbar: "Der Reeperbahn ihr Festival". Im einem Facebook-Post heißt es weiter:

"Im Background die Hamburger Kulisse des europaweit wohl wichtigsten Musik-Events nationaler und internationaler Newcomer namens "Reeperbahnfestival", im Vordergrund wir vier Jungs aus Südtirol (...)."

Darauf haben die Organisatoren des Reeperbahn Festivals jetzt mit deutlichen Worten reagiert: "Laut einer heute von der Band Frei.Wild lancierten Meldung auf ihrer Homepage erweckt die Südtiroler Band den Eindruck, auf dem Reeperbahn Festival 2015 zu spielen. Davon distanzieren wir uns entschieden. Zu keiner Zeit hätten wir der Band ein Forum oder eine Bühne geboten", heißt es in der Stellungnahme.

Allerdings gebe es auf St. Pauli mehrere Clubs, die während des Reeperbahn Festivals nicht mit dem Programm bespielt werden - und weiterhin für Veranstaltungen mietbar sind. Diese hätten jedoch nichts mit dem Reeperbahn Festival oder seinem Programm zu tun.

"Wir haben inzwischen rechtliche Schritte gegen die für die Veröffentlichung Verantwortlichen eingeleitet", heißt es weiter.

Der Südtiroler Band wird eine Nähe zur rechten Szene unterstellt. Bereits 2013 wurde Frei.Wild nach Protesten von der Nominierungsliste für den Deutschen Musikpreis gestrichen worden. Die Band hat extremistische Tendenzen jedoch wiederholt bestritten.

( cia )