Rothenburgsort

Großbrand: Wann dürfen Bewohner in ihre Wohnungen zurück?

Die Entlüftung des Bunkers zieht sich nach dem Großbrand hin. Einige Bewohner durften für wenige Minuten in ihre Wohnungen.

Hamburg. Einen Tag nach dem Großbrand in einem Luftschutzbunker im Hamburger Stadtteil Rothenburgsort ist die Umgebung weiterhin mit Zäunen abgesperrt, auch die Wohnungen der mehr als 60 in Sicherheit gebrachten Nachbarn konnten am Mittwoch noch nicht freigegeben werden.

Am frühen Mittwochmorgen hatte die Feuerwehr die letzten Glutnester in dem Bunker an der Marckmannstraße gelöscht. Seitdem entlüftet sie das 25 Meter hohe Gebäude. Dafür wurden spezielle Schläuche bis in das vierte Obergeschoss verlegt. Erst wenn der Bunker vollständig entlüftet und frei von Schadstoffen ist, gehen Feuerwehrleute in die umliegenden Wohnungen, um Proben zu nehmen und die Belastung zu messen. Auch die Brandermittler der Polizei konnten den Hochbunker an der Marckmannstraße noch nicht betreten, sie haben ihre Untersuchungen auf Donnerstag verschoben. Dann soll eine Entscheidung getroffen werden, ob die Bewohner zumindest zwei Tage nach dem Großbrand wieder zurück in ihre Wohnungen dürfen.

Die Feuerwehr ließ am Mittwoch unter Begleitung von Rettungskräften vereinzelt Anwohner für ein paar Minuten in ihre Wohnungen. Sie packten ein paar wichtige Sachen zusammen und verließen die Häuser wieder.

+++ Lesen Sie hier ein Interview mit dem Feuerwehrsprecher über den schweren Einsatz +++

Bei dem Brand und der anschließenden Explosion wurden am Dienstag 45 Personen verletzt, darunter auch 15 Feuerwehrmänner. Einer der Einsatzkräfte musste auch am Mittwoch noch in einem Krankenhaus behandelt werden. Die Feuerwehr kämpfte zeitweise mit bis zu 200 Einsatzkräften gegen die Flammen.