Wohnungsmarkt

Gagfah will offenbar 38.000 Wohnungen verkaufen

Der Wohnungskonzern plant Verkauf von einem Viertel aller Wohnungen. Die Gagfah verwaltet derzeit auch mehr als 9300 Wohnungen in Hamburg.

Frankfurt. Deutschlands zweitgrößter Immobilienkonzern Gagfah plant offenbar, viele seiner Wohnungen zu verkaufen. Im Fokus ist dabei der Wohnungsbestand in Dresden. Die rund 38.000 Wohnungen der ehemals kommunalen Gesellschaft Woba machten etwa ein Viertel des gesamten Portfolios aus und stünden mit rund 1,8 Milliarden Euro in den Büchern der Gagfah, hieß es nach übereinstimmenden Berichten.

Ob auch Wohnungen in Hamburg verkauft werden sollen, ist unklar. Die Gagfah wollte sich zu dem konkreten Vorhaben zunächst nicht genauer äußern.

Gagfah-Sprecherin Bettina Benner sagte auf Abendblatt-Anfrage: "Es werden alle Optionen geprüpft". Zum Jahresende 2011 verwaltete der Konzern 9307 Wohnungen in der Hansestadt.

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In Dresden ging man am Donnerstag davon aus, dass auch der Stadtrat dem Verkauf zustimmen muss. Denn das Unternehmen hatte sich 2006 beim Kauf der städtischen Wohnungen verpflichtet, mindestens 35 000 Einheiten zehn Jahre lang nicht weiterzuverkaufen.

Die Gagfah hatte die Woba Dresden mit ihrem Bestand damals für 1,75 Milliarden Euro erworben. Damit war die Elbestadt auf einen Schlag alle Schulden los.

(abendblatt.de mit Material von rtr und dpa)