Hamburg

G-20-Dosenwurf des Polizisten: Bewährungsstrafe gefordert

Die Angeklagten (l. und r.) und ihre Verteidiger, Alexander Kienzle (2.v.l.) und Britta Eder, sitzen im Prozess um einen damaligen Münchner Polizisten, der privat beim G20-Gipfel in Hamburg war, und eine Frau die fast zeitgleich Bierdosen von der Brücke Breite Straße auf dort eingesetzte Polizisten geworfen haben, im Gerichtssaal.

Die Angeklagten (l. und r.) und ihre Verteidiger, Alexander Kienzle (2.v.l.) und Britta Eder, sitzen im Prozess um einen damaligen Münchner Polizisten, der privat beim G20-Gipfel in Hamburg war, und eine Frau die fast zeitgleich Bierdosen von der Brücke Breite Straße auf dort eingesetzte Polizisten geworfen haben, im Gerichtssaal.

Foto: dpa picture alliance/Axel Heimken

Laut Staatsanwalt hat sich der Polizist wegen versuchter Körperverletzung schuldig gemacht. Das Urteil soll im Juli verkündet werden.

Hamburg. Im Prozess um den Bierdosenwurf eines Münchner Polizisten auf Kollegen beim G20-Gipfel in Hamburg hat die Staatsanwaltschaft ein Jahr Haft auf Bewährung für den Angeklagten gefordert. Der 38-Jährige habe sich der versuchten gefährlichen Körperverletzung und eines tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte schuldig gemacht, erklärte der Staatsanwalt am Freitag vor dem Amtsgericht Altona.

Videoaufnahmen vom Polizeieinsatz bei der Demonstration unter dem Motto „Welcome to Hell“ belegten die Tat an einer Unterführung. „Das ist ein sehr kraftvoller Wurf mit sehr viel Schwung“, sagte der Anklagevertreter.

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Für eine mitangeklagte Freundin des inzwischen aus dem Polizeidienst ausgeschiedenen 38-Jährigen forderte der Staatsanwalt eine Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu 15 Euro. Die von der 31-Jährigen geworfene Dose sei leichter gewesen. Darum habe sie sich nur der versuchten einfachen Körperverletzung und eines tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte schuldig gemacht. Die Verteidiger forderten für ihre Mandanten Freispruch. Das Urteil soll am 6. Juli verkündet werden.

Bilder der G20-Krawalle:

( dpa )

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