Othmarschen

Halbmond-Remise wird ab Sommer aufwendig restauriert

Ein Bauzaun sichert die denkmalgeschützte Remise.

Ein Bauzaun sichert die denkmalgeschützte Remise.

Foto: Matthias Schmoock / HA

Nach jahrelangem Stillstand steht die Renovierung des denkmalgeschützten Bauwerks an. Arbeiten beginnen in wenigen Monaten.

Hamburg.  Sie gehört zu den bekanntesten Gebäuden Hamburgs: die zitronengelb gestrichene Reetdach-Remise an der Ecke Elbchaussee/Halbmondsweg. Nach jahrelangem Stillstand steht jetzt die Renovierung des denkmalgeschützten Bauwerks an. Das im Volksmund wegen seiner Form auch Halbmond genannte Haus ist eingezäunt, die Arbeiten beginnen in wenigen Monaten.

Das architektonische Kleinod war ursprünglich 1796 von dem berühmten Architekten Christian Frederik Hansen errichtet worden. Nach einem Brand baute es Hansens Neffe Johann Matthias 1820 wieder auf. Im Jahr 2015 hatte die Ernst und Claere Jung Stiftung das schöne Haus mit dem Runddurchgang über einen Makler angeboten. Doch nach dem ersten Verkauf blieb die Villa lange ungenutzt. Ende vergangenen Jahres erwarb sie dann die Hermann Reemtsma Stiftung, die seit Jahren kulturelle und soziale Projekte fördert.

Architektonische Bestandsaufnahme

Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart, er dürfte aber bei knapp unter 1,5 Millionen Euro gelegen haben. Wegen seiner ungewöhnlichen Form und der relativ kleinen, niedrigen Räume, ist das Haus nicht für jede Art von Nutzung geeignet. Durch seinen Status als Denkmal gelten außerdem diverse Auflagen für die Umgestaltung.

Wie der Geschäftsführer der Stiftung, Dr. Sebastian Giesen, dem Abendblatt sagte, habe es bereits eine architektonische Bestandsaufnahme gegeben. Nach der Renovierung soll das Gebäude vermietet werden, geplant ist die Nutzung für Büros. Gerüchte, wonach die Stiftung die Remise in eine Art „Boarding-House“ mit Appartements umgestalten wolle, wies Giesen zurück. Davon könne keine Rede sein.