Hamburg

Eimsbüttel: sechs Monate lang Sprengungen – zweimal am Tag

Bunker-Bodenplatte in Eimsbüttel gesprengt

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Hornsignale kündigen die täglichen Sprengarbeiten in der Müggenkampstraße an. Es geht um das Fundament eines Bunkers.

Hamburg. Anwohner rund um den Bereich Müggenkampstraße 51 in Eimsbüttel müssen sich in den nächsten Wochen auf einige Unannehmlichkeiten einstellen. Infozettel an ihren Haustüren weisen sie darauf hin, dass von Dienstag, 25. Februar, bis zum 31. August täglich Sprengarbeiten in der Zeit zwischen 11.30 Uhr und 12 Uhr und zwischen 15.30 Uhr und 16 Uhr stattfinden werden.

Hintergrund ist, dass auf dem Grundstück noch das Fundament eines Bunkers liegt, der bereits vor einiger Zeit abgerissen wurde. Durch die Sprengungen soll das Fundament nach Angaben des Bauleiters porös gemacht werden, um später abgetragen werden zu können. Die Alternative, mit einem Presslufthammer zu arbeiten, würde deutlich lauter sein.

Hornsignale kündigen Sprengarbeiten in Eimsbüttel an

Die erste Sprengung fand am Dienstagvormittag statt. Nach Augenzeugenberichten sei eine leichte Vibration zu spüren und ein dumpfes Geräusch zu hören gewesen.

Das zuständige Abbruchunternehmen Ehlert & Söhne teilt auf dem Infoschreiben mit, dass jede Sprengung durch ein Hornsignal angekündigt wird:

  • Ein langer Ton = Gefahrenzone ist zu räumen
  • Zwei kurze Töne = Sprengung erfolgt unmittelbar
  • Drei kurze Töne = Sprengung ist beendet

Für die gesamte Dauer der Arbeiten ist das Betreten der Baustelle verboten. Fenster, Haustüren und Tore in Richtung der Sprengarbeiten sollen geschlossen bleiben. Autos dürfen nur außerhalb der Gefahrenzone geparkt werden.

( cia )

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