Uni Hamburg

Kostenexplosion: Philturm wird für 84 Millionen Euro saniert

Der Philosophenturm muss dringend saniert werden

Der Philosophenturm muss dringend saniert werden

Foto: Marcelo Hernandez

Die Modernisierung des Philosophenturms auf dem Uni-Campus wird um einiges teurer. 2021 sollen Studenten zurückkehren.

Hamburg.  Eine der wichtigsten baulichen Maßnahmen auf dem Campus der Universität Hamburg kann endlich beginnen: Am Dienstag hat der Senat grünes Licht für die Sanierung und Modernisierung des Philosophenturms gegeben. Die Arbeiten sollen im Frühjahr 2019 beginnen und Mitte 2021 abgeschlossen werden. Dann können mehrere Tausend Studenten auf den Campus zurückkehren, die schon 2017 in die City Nord umgezogen waren.

Das Projekt war in den vergangenen Jahren mehrfach verschoben worden, weil immer neue Hürden und Anforderungen auftauchten. Entsprechend stiegen die Kosten: von anfangs geschätzten 58 Millionen Euro über 66 auf nunmehr 84 Millionen Euro. Dies sei aber ein „garantierter Maximalpreis“, teilte der Senat mit.

Für diese Summe wird unter anderem der gesamte Innenbereich des 52 Meter hohen Gebäudes umgestaltet: Ziel sei es, die geisteswissenschaftliche Fakultät mit den Fachbereichen Philosophie, Geschichte sowie Sprach- und Literaturwissenschaften einschließlich der Bibliotheken in einem Gebäude unterzubringen, so der Senat.

Nutzfläche des Philturms wird deutlich erhöht

Außerdem werden Dach und Fassade saniert – die Notwendigkeit hierfür kam erst im Laufe der Gebäudeuntersuchungen ans Licht –, die Mensa modernisiert und ein Erweiterungsbau im Innenhof hochgezogen. Durch ihn wird die Nutzfläche des Philturms um 900 auf dann knapp 17.000 Quadratmeter erhöht.

Hinzu kämen Maßnahmen für Brandschutz, Inklusion und Denkmalschutz. Die Modernisierung erfolgt im Mieter-Vermieter-Modell unter Regie der städtischen Immobilienfirma Sprinkenhof GmbH. Die Uni ist später nur noch Mieterin.

„Ich bin froh, dass wir nun loslegen können mit der Modernisierung“, sagte Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Grüne). „Wir werden hier hervorragende Bedingungen für Forschung, Lehre und Lernen schaffen, die interdisziplinäres Arbeiten fördern. Das wird für die Studierenden und für die Lehrenden ein echter Gewinn sein.“